Erstellt am 04. Oktober 2013, 11:54

Androsch für Gespräche mit FPÖ unter Bedingungen. Die Vorbehalte in der SPÖ gegen die Freiheitlichen weichen weiter auf. Nun hat sich Ex-SP-Vizekanzler Hannes Androsch unter bestimmten Bedingungen für Gespräche seiner Partei mit der FPÖ ausgesprochen.

"21 Prozent kann man nicht einfach abstempeln. Man muss Gesprächsbereitschaft signalisieren", so Androsch. "Die FPÖ müsste vorweg Bedingungen wie ein Bekenntnis zu Migration, die Abgrenzung nach rechts und ein Bekenntnis zur europäischen Integration erfüllen", sagte er.

Viele Änderungen bei Rot-Schwarz-Neuauflage eingefordert

Sollte erneut eine Große Koalition zustande kommen, müsse sich einiges ändern. "Aus der Blockade- muss eine Reformpartnerschaft werden", forderte Androsch. In der Bildung schlug der Ex-Vizekanzler den beiden Parteien einen Kompromiss vor.

Die SPÖ solle die Wiedereinführung von Studiengebühren zulassen, die ÖVP im Gegenzug die Einrichtung der Gemeinsamen Schule. In der ÖVP hätten sich die Landesorganisationen Vorarlberg, Salzburg und Tirol ohnehin schon für diese Schulform geöffnet. Die SPÖ könnte sich in Hinblick auf die Studiengebühren auf einen weiteren Ausbau von Stipendien konzentrieren. Damit hätten beide Seiten etwas gewonnen.

Eine Haltungsänderung der SPÖ hielt Androsch zudem bei Steuern und Pensionen für notwendig. Hier gebe es "falsche Positionen", bemängelte der ehemalige Vizekanzler und Finanzminister.