Erstellt am 29. September 2013, 18:12

Erste Reaktionen aus dem Land. Erste Reaktionen der burgenländischen Spitzenkandidaten zum Ausgang der Nationalratswahl 2013.

 |  NOEN, BVZ
Landeshauptmann Hans Niessl:
„Trotz schwieriger Politik in der größten internationalen Wirtschaftskrise haben die Wählerinnen und Wähler der SPÖ und Bundeskanzler Werner Faymann einen glasklaren Regierungsauftrag erteilt. Die Regierung wurde nicht abgewählt, sondern es wurden stabile Verhältnisse gewählt. Ich gehe davon aus, dass Werner Faymann den Zweitplatzierten zu Regierungsgesprächen einladen wird. Wenn es eine Große Koalition gibt, muss man Reformen mit mehr Mut vorantreiben. Die SPÖ Burgenland wird neuerlich die stärkste Landesparteiorganisation aller Bundesländer und aller Parteien in Österreich sein! Damit haben wir im Burgenland ein wichtiges Wahlziel erreicht.“


 
SPÖ-Spitzenkandidat Norbert Darabos:
„Es ist ein deutliches Signal, dass die Sozialdemokratie Nummer eins ist und auch die Regierungsverhandlungen führen wird. Wir sind durchaus zufrieden mit dem Abstand, den wir gegenüber den anderen Parteien haben. Das Ergebnis ist respektabel, wenn man bedenkt, dass es österreichweit sehr viele Parteien gegeben hat. Aber dass wir so klar vor den anderen Parteien liegen, das ist auch eine Bestätigung des Weges von Werner Faymann.“
 
ÖVP-Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl:
„Es ist in mehrerlei Hinsicht ein durchwachsenes Ergebnis, mit dem weder SPÖ noch ÖVP ihr Wahlziel erreicht haben. Neben der Konkurrenz durch zusätzliche Parteien zeigt das auch, dass sich viele Wählerinnen und Wähler offensichtlich eine neue Form der Politik wünschen. Was die Regierungsverhandlungen angeht, ist eine Große Koalition aus meiner Sicht dann sinnvoll, wenn es eine andere Art des Regierens und nicht gegenseitige Blockaden gibt. Aus Sicht der ÖVP Burgenland ist das Ergebnis insofern erfreulich, als dass es deutlich über dem Bundesergebnis liegt. Die ÖVP hat im Burgenland weniger Stimmen verloren als die SPÖ.“
 


FPÖ-Chef Hans Tschürtz:
„Das Ergebnis ist sehr erfreulich für uns, auch im Burgenland. Aus meiner Sicht wäre es nur sinnvoll in die Regierung zu gehen, wenn man den Kanzler stellt. Ich glaube, dass es nach den Verhandlungen eher Rot-Schwarz-Grün geben wird.“
 
FPÖ-Spitzenkandidat Norbert Hofer:
„Wir haben uns 20 Prozent gewünscht und freuen uns, dass wir doch deutlich darüber liegen. Das ist für uns eine gute Basis für die kommenden fünf Jahre. Auch im Burgenland haben wir – trotz der Differenzen in den vergangenen Monaten – ein schönes Plus erreicht. Ich werde das Landesmandat annehmen und stehe als Dritter Nationalratspräsident bereit. Was die Regierungsverhandlungen angeht, sind wir offen für Gespräche, auch wenn ich nicht glaube, dass wir eingeladen werden. Aber auch als starke Opposition können wir unsere Themen umsetzen.“
 
Grüne-Spitzenkandidatin Christiane Brunner:

„Wir sind durchaus zufrieden, denn wir haben uns ein hohes Wahlziel gesteckt. Wir haben das beste Ergebnis erreicht, dass es für die Grünen in Österreich und im Burgenland – auch in Europa – je gegeben hat. Wir haben einen guten Wahlkampf geführt und uns vielleicht noch mehr erhofft. Aber wir freuen uns über unsere Zuwächse. Was die Regierungsverhandlungen angeht, sind wir immer gesprächsbereit. Aber wir haben gezeigt, dass wir gute Oppositionsarbeit leisten können – und da Rot-Schwarz eine mögliche Mehrheit hat, wird das auch in Zukunft notwendiger denn je sein.“
 
Team-Stronach-Spitzenkandidat Rouven Ertlschweiger:
„Ich bin sehr stolz, dass wir aus dem Stand dieses großartige Ergebnis erreicht haben. Ein System, das jahrzehntelang an der Macht ist, kann man nicht von heute auf morgen ändern – aber das war jetzt der erste Schritt und wir haben den Fuß in der Tür. Auch im Burgenland zeigt das Ergebnis, dass die Menschen eine Veränderung wollen. Und daher ist unser nächstes großes Ziel jetzt die Landtagswahl 2015, für die wir mit aller Kraft arbeiten werden.“
 
BZÖ-Spitzenkandidat Dieter Herist:
„Wir haben alles unternommen und bis zur letzten Sekunde gekämpft, aber wir haben unser Ziel nicht erreicht. Die gute Stimmung hat uns zwar zuversichtlich gemacht, aber in den Tagen vor der Wahl ist sie dann scheinbar zu Gunsten der Millionärsparteien Stronach und Neos gekippt. Im Bundesvorstand werden wir jetzt entscheiden, welchen Weg wir in Zukunft einschlagen werden. Dann wird sich auch zeigen, wie es mit dem BZÖ im Burgenland weitergeht.“