Erstellt am 16. August 2013, 11:55

Faymann überholt Spindelegger bei Vertrauensindex. Bundeskanzler Faymann geht mit einem leichten Vertrauensvorteil gegenüber Herausforderer Spindelegger in Richtung Nationalratswahl.

Der aktuelle APA/OGM-Vertrauensindex für die Bundespolitik zeigt für den SPÖ-Chef ein Vertrauensplus von 2, während der Vizekanzler und ÖVP-Obmann auf minus 2 abgerutscht ist. Mit plus 2 im Vorderfeld des Rankings findet sich auch Grünen-Bundessprecherin Glawischnig.

Die Chefs der drei anderen Oppositionsparteien platzieren sich praktisch gleichauf im hinteren Teil der Vertrauensliste. Beim APA/OGM-Vertrauensindex werden 500 Österreicher (online) befragt, ob sie dem jeweiligen Politiker vertrauen. Die aktuelle Untersuchung wurde zwischen 12. und 13. August durchgeführt.

Kanzler legte gleich vier Punkte zu, Vize verlor zwei

Im Vergleich zum Juli-Vertrauensindex legte Faymann um vier Punkte zu, womit sich für ihn diesmal ein Plus-Wert ausgeht. Nach Einschätzung von OGM-Chef Wolfgang Bachmayer dürfte der Kanzler von der bereits angelaufenen, Stabilität vermittelnden Werbekampagne etwas profitieren.

Spindelegger wiederum hat zwei Punkte verloren, was nach Ansicht von OGM auf die Lehrer-Debatte zurückzuführen sein könnte. Denn auch Unterrichtsministerin Schmied und Beamtenministerin Heinisch-Hosek (beide SPÖ) müssen leichte Einbußen hinnehmen.

Lehrer-Debatte zog Neugebauer um sieben Punkte hinunter

Am meisten geschadet hat die Lehrer-Debatte aber Beamten-Chef Neugebauer, der sieben Punkte einbüßte und mit einem Saldo von minus 55 beinahe schon Schlusslicht ist. Einzig der Dritte Nationalratspräsident Graf (minus 57) liegt noch schlechter.

Vertrauensgewinne gibt es auch für FPÖ-Obmann Strache, der ebenso wie Stronach drei Punkte zulegt. Das ändert nichts daran, dass die beiden mit jeweils minus 32 die Parteichefs mit den schlechtesten Vertrauenswerten sind. Nur gerade einen Punkt besser steht BZÖ-Obmann Bucher da, der im Vergleich zur letzten Befragung ein wenig zurückfällt (minus zwei Punkte gegenüber Juli).

Drei Punkte verliert Grünen-Bundessprecherin Glawischnig, was aber nichts daran ändert, dass sie von den Oppositionschefs klar jene mit den besten Vertrauenswerten ist.