Erstellt am 13. September 2013, 08:36

Faymann und Spindelegger verlieren an Vertrauen. Der TV-Wahlkampf tut der Regierungsspitze nicht allzu gut. Sowohl Bundeskanzler Faymann als auch Vizekanzler Spindelegger bauen im APA/OGM-Vertrauensindex im Vergleich zur letzten Erhebung vor einem Monat deutlich ab.

Größter Verlierer ist freilich Frank Stronach. Im Aufwind sind dagegen die Spitzenkandidaten der drei anderen Oppositionsparteien, die sich über ein Vertrauensplus freuen können.

So ist Grünen-Bundessprecherin Glawischnig auch jene Spitzenkandidatin, die derzeit den mit Abstand besten Wert im Ranking aufweist. Sie kommt in der Plus/Minus-Wertung, was die Vertrauenswürdigkeit der abgefragten Politiker angeht, auf plus 8. Das sind sechs Punkte mehr als bei der Erhebung im August und bedeutet überhaupt den größte Gewinn.

Glawischnig legte am meisten zu, Stronach stürzte ab

Gleich hinter ihr folgen BZÖ-Obmann Bucher und FPÖ-Chef Strache, die fünf bzw. vier Punkte zulegen. Freilich dominiert bei beiden immer noch Skepsis. Bucher liegt gesamt auf minus 26, Strache bei minus 28.
 
OGM-Chef Wolfgang Bachmayer vermutet, dass das Trio vor allem durch die TV-Konfrontationen und die damit größere mediale Präsenz punkten konnte. Nichts genutzt hat diese dem Spitzenkandidaten der vierten Oppositionspartei. Frank Stronach stürzt um 13 Punkte ab und ist mit einem Gesamtwert von minus 45 jener Listenführer, dem die Österreicher am wenigsten vertrauen.

Einbußen von SP- und VP-Chef als Folge des Wahlkampfs

Nah beisammen sind weiter die Chefs der Koalitionsparteien. SPÖ-Spitzenkandidat Faymann hat mit minus vier einen kleinen Vorsprung gegenüber ÖVP-Spitzenmann Michael Spindelegger, für den minus sechs ausgewiesen werden. Beide mussten aber gegenüber August spürbare Verluste hinnehmen.

Für Spindelegger ging es um vier Punkte nach unten, für Faymann sogar um sechs. Laut Bachmayer sind die Einbußen Folge des Wahlkampfs, wo sich die Anhänger der Parteien stärker gegen die Konkurrenz positionieren.