Erstellt am 04. September 2013, 15:07

Fischer mahnte zu gemeinsamen Anstrengungen. Bundespräsident Fischer hat im Zusammenhang mit dem Wahlkampf die Politik zu gemeinsamen Anstrengungen für Österreich gemahnt.

In seiner Rede bei der Eröffnung der Messe in Ried im Innkreis würdigte er das Erreichte, verlangte aber für die Zukunft: "Ärmel aufkrempeln". Die Messe mit Agrar-Schwerpunkt nahm er auch zum Anlass, die Bedeutung der Landwirtschaft für die Nachhaltigkeit zu betonen.
 
Das Staatsoberhaupt verwies auf die erfreulichen wirtschaftlichen Indikatoren Österreichs, beispielsweise die niedrigste Arbeitslosenquote aller 28 EU-Mitgliedsstaaten. Er nannte als Gründe dafür unter anderem das gute System der Berufsausbildung und die Sozialpartnerschaft.

"Eigentlich kenne ich kein Land, mit dem ich tauschen möchte"

Er kenne viele Länder, aber: "Eigentlich kenne ich kein Land, mit dem ich tauschen möchte als Österreicher. Auch was Lebensqualität und Zukunftschancen betrifft", stellte Fischer fest.

Es gebe Problemzonen und ungelöste Probleme und Schwachstellen, gestand er ein. Aber Österreich sei nicht "abgesandelt". Wirtschaftskammerpräsident Leitl habe das "so auch nicht gemeint", wie er ihm versichert habe, merkte der Bundespräsident an.

Wahl-"Schlacht" würde Bürger abstoßen

Aber Österreich werde sich anstrengen müssen, es stünden große Aufgaben an. Das sei auch der Auftrag an die kommende Regierung: "Ärmel aufkrempeln, gemeinsam Probleme lösen, zusammenarbeiten für das Land".

Zuvor hatte auch der oberösterreichische Landeshauptmann Pühringer an alle Parteien appelliert, die Wahlwerbung sollte Werbung bleiben und nicht zur Schlacht ausarten. Letzteres würde auf die Bürger abstoßend wirken. Außerdem würden in der Politik immer Brücken gebraucht, diese sollten nicht im Wahlkampf abgebrochen werden.