Erstellt am 31. August 2013, 19:48

KPÖ-Wahlkampfauftakt mit Fest im Prater. Die KPÖ versucht auch bei dieser Nationalratswahl wieder den Einzug ins Parlament und ist mit dem "VolksstimmeFest", das am Wochenende auf der Jesuitenwiese im Wiener Prater stattfindet, in den Intensivwahlkampf gestartet.

Spitzenkandidat Mirko Messner und einige andere Kandidaten stellten sich am frühen Samstagabend einer Diskussion mit Interessierten, die allerdings eher einer Nabelschau glich. Bei dem durchaus gut besuchten Fest konnten sich die Gäste etwa an Musikkonzerten und politischen Informations- sowie Kulinarikständen erfreuen. Gegen 18.00 Uhr zog es dann doch ein paar Interessierte zum sogenannten Diskussionszelt.

Die Wiener Spitzenkandidatin Melina Klaus forderte unter anderem ein bedingungsloses Grundeinkommen und "gleiche Rechte für alle Menschen", wobei sie in diesem Zusammenhang kritisierte, dass das österreichische Staatsbürgerschaftssystem viele Menschen von der Wahl ausschließe. Auch Messner ist nicht zufrieden mit dem österreichischen Wahlrecht, Hürden würden den politischen Stillstand "zementieren".

Für Umverteilung von oben nach unten

Die Fragen aus dem Publikum drehten sich eher um die KPÖ selbst, etwa den Zustand ihrer Bibliothek oder ob man die Partei nicht besser in "Die Linke" umbenennen sollte. Bei den wenigen inhaltlichen Fragen verwies Messner etwa darauf, dass eine "radikale Umverteilung von oben nach unten" notwendig sei.

Große finanzielle Möglichkeiten habe die KPÖ im Intensivwahlkampf nicht, erklärte der Spitzenkandidat. Man setze weiterhin auf Informationsstände und Flugblätter. Ein Einzug in den Nationalrat wäre für Messner eine Überraschung, wie er einräumt. Er habe aber natürlich Hoffnung. Bei der Nationalratswahl 2008 erreichte die KPÖ 0,76 Prozent.