Erstellt am 16. August 2013, 11:59

Lugar wollte Lindner mit Sager "nicht vergraulen". Team Stronach-Klubchef Robert Lugar hat sich enttäuscht darüber gezeigt, dass Listendritte Monika Lindner ihre Kandidatur zurückgezogen hat.

"Ich habe sie mit meinem Sager in keinster Weise irgendwie vergraulen wollen, ganz im Gegenteil", meinte Lugar. Die frühere ORF-Chefin Lindner hatte .

Als Grund hierfür gab sie Aussagen von Lugar am Tag davor an, wonach sie als "Speerspitze" gegen das System ORF, Raiffeisen und Pröll eingesetzt werden soll.

Lugar "sehr enttäuscht"

"Ich bin sehr enttäuscht, dass sie diesen Schritt gesetzt hat, denn ich erachte sie noch immer als sehr wertvoll und habe im persönlichen Gespräch einen sehr positiven Eindruck gewonnen", so der Klubchef am Freitag.

Er habe sich das nicht so erwartet und Lindner mit seinen Aussagen "nicht vergraulen wollen". Ganz im Gegenteil, habe er für die Stronach-Funktionäre darlegen wollen "wie wertvoll sie sein kann", um die Systeme in Österreich zu verstehen "und Lösungen anzubieten".

Ob er nun nach diesem Vorfall weiterhin Klubobmann bleiben werde, "entscheidet alleine Frank": "Ich klebe an keinem Sessel, sondern habe mich immer in den Dienst der Sache gestellt und werde das auch weiter tun", so Lugar.

SP-Darabos: "Chaotische Zustände"

Als "äußerst peinliche Posse" bezeichnete SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos den Rückzug. "Es zeigt sich einmal mehr, wie instabil und chaotisch die Zustände im Team des kanadischen Milliardärs sind", so Darabos.

Er erkennt im "ursprünglich geplanten Wechsel der ÖVPlerin" ein Indiz für Vorarbeiten für eine Neuauflage von Schwarz-Blau mit dem Team Stronach und warnte vor diesem "Experiment".