Erstellt am 19. September 2013, 11:46

Mandatsmehrheit für SPÖ und ÖVP dürfte halten. Die Mandatsmehrheit der Großen Koalition ist ziemlich gut abgesichert. Fällt die Wahl nicht viel anders aus als die Umfragen erwarten lassen, werden SPÖ und ÖVP auch nach dem 29. September mehr als die Hälfte der 183 Abgeordneten stellen.

Aber selbst wenn SPÖ und ÖVP gemeinsam nur auf etwas mehr als 47 Prozent kämen und das BZÖ oder die NEOS in den Nationalrat einzögen, würde das noch reichen.

Die Koalitionsparteien kämen dann immer noch auf eine Mehrheit von 92 Abgeordneten, ergab eine Mandatssimulation der ARGE Wahlen. In diesem Fall würden SPÖ/ÖVP gemeinsam mehr als acht Prozentpunkte gegenüber 2008 einbüßen. Aber ein Verlust in dieser Höhe zeichnet sich derzeit in den veröffentlichten Umfragen nicht ab.

Denn im Sonntagsfragen-Mittelwert liegt die SPÖ bei 27,3 Prozent und die ÖVP bei 24,3 Prozent - was gemeinsam 102 Mandate (54 S, 48 V) bedeuten würde. 2008 erreichten die beiden miteinander 55,24 Prozent bzw. 108 Mandate (57 S, 51 V). Andere Zweierkoalitionen - abgesehen vom von der SPÖ ausgeschlossenen Rot-Blau - gingen sich demnach nicht aus, die realistischste Dreier-Variante wäre Schwarz-Blau-Stronach.

Die FPÖ liegt im Umfragenschnitt bei 20 Prozent (39 Mandate), die Grünen bei 14,3 (28) und das Team Stronach bei 7,3 (14); die NEOS kamen in den zuletzt publizierten Umfragen nicht über die Vier-Prozent-Hürde, das BZÖ nur bei Spectra, nicht aber bei Gallup und Karmasin.

Aber selbst wenn eine dieser beiden Parteien es schafft, könnten SPÖ und ÖVP die Mehrheiten halten. Sie kämen - mit ähnlichen Werten wie im Umfragenschnitt - laut den ARGE Wahlen-Berechnungen gemeinsam noch auf 98 Mandate. Und auch die ziemlich unwahrscheinliche Variante mit BZÖ und NEOS im Parlament (bei 27,2 Prozent SPÖ, 22,6 ÖVP, 18,9 FPÖ, 13,4 Grüne, 7,4 Frank, 4,1 BZÖ, 4,3 NEOS) ergibt noch 94 Mandate für die Große Koalition.