Erstellt am 05. September 2013, 12:57

NEOS schicken Haselsteiner ins Rennen. Die NEOS setzen in der Intensivphase des Wahlkampfs ganz auf den langjährigen Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner.

Der ehemalige LIF-Parlamentarier präsentierte sich in einer Pressekonferenz am Donnerstag als Ministerkandidat der pinken Partei.

Auch allfällige Regierungsverhandlungen würde er "an führender Stelle" bestreiten, kündigte Haselsteiner an der Seite von NEOS-Gründer Matthias Strolz an.

Sein Engagement bei der neuen Partei lässt sich der Strabag-Gründer einiges kosten. Bisher hat er 440.000 Euro gespendet. Für die weitere Kampagne werde er seinem "Einkommen angemessene" finanzielle Unterstützungen leisten, sicherte Haselsteiner zu.

Unzufriedenheit mit Rot-Schwarz Grund für Haselsteiners Engagement

Freilich will der Parade-Unternehmer nicht nur Geld, sondern auch inhaltlichen Input einbringen. Würde er Minister, dann wohl in einem Bereich, der etwas mit seinem Fachgebiet Wirtschaft zu tun habe.

Dass Strolz für die NEOS bisher immer das Bildungsressort ins Visier genommen hatte, sieht der Parteigründer dadurch nicht konterkariert. Denn man müsse man ja nicht so bescheiden sein, dass eine Regierungsbeteiligung nur einen Ministerposten bedeute.

Dass er sich überhaupt noch einmal politisch an vorderer Front ins Rennen wirft, begründete Haselsteiner damit, dass aus seiner Sicht mit der großen Koalition alleine in Österreich nichts weitergeht. Dies hätte sich beim ersten TV-Duell von Kanzler und Vizekanzler wieder gezeigt: "Die machen wieder fünf Jahre nix."

Zusammenarbeit mit Stronach ausgeschlossen: "Zusammengekaufte Söldnertruppe"

Daher brauche es die NEOS als Koalitionspartner für SPÖ und ÖVP, glaubt Haselsteiner. Dass Strolz stets Schwarz-Pink-Grün als seine Lieblingsvariante nennt, trennt ihn vom ehemaligen Strabag-Chef. Denn aus Haselsteiners Sicht sind die Grünen eine Art Verbotspartei und stünden damit so ziemlich für das Gegenteil von den NEOS. Insofern glaube er nicht, dass man sich mit ihnen eine Regierungszusammenarbeit "antun" solle.

Ausgeschlossen wurde von Haselsteiner eine Koalition mit dem Team Stronach: "Mit einer zusammengekauften Söldnertruppe kann ich keinen Krieg gewinnen, vor allem wenn der Kommandant oft schwer verständlich ist."