Erstellt am 05. Oktober 2014, 20:24

Neue Machtverhältnisse bei "Kronen-Zeitung". Bei der "Kronen-Zeitung" verschieben sich die Gewichte zwischen den Gesellschaftern. Das berichtet das "Handelsblatt".

Die "Kronen-Zeitung" gehört jeweils zur Hälfte der österreichischen Verlegerfamilie Dichand und der Essener Funke Mediengruppe ("WAZ", "Hamburger Abendblatt"). Durch die Kündigung der Sonderrechte dürfte der Anteil der Deutschen erheblich an Wert gewonnen haben.

1987, beim Einstieg der Westdeutschen, die damals noch als WAZ-Gruppe firmierten, sicherten sich die Dichands Sonderrechte wie eine jährliche Garantieausschüttung sowie die verlegerische Führung. Die Verträge über diese Sonderrechte hat Funke nun gekündigt, so das "Handelsblatt". Das Verhältnis der Essener zu den Dichands gilt demnach schon seit langem als zerrüttet. Verhandlungen über einen Verkauf der Funke-Anteile an die Österreicher seien immer wieder an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert.

Durch die Kündigung der Sonderrechte dürfte der Anteil der Deutschen, der sich zwischen 100 und 150 Millionen Euro bewegen soll, erheblich an Wert gewonnen haben. In Verlagskreisen gilt es als nicht ausgeschlossen, dass nun womöglich die Dichands ihren Anteil an Funke verkaufen, schreibt das "Handelsblatt" in einer Vorausmeldung.