Erstellt am 27. September 2013, 19:04

Neuer Rekord bei Wahlkarten. Die Briefwahl ist weiterhin ziemlich beliebt: Mehr als zehn Prozent der 6,4 Millionen Wahlberechtigten - 668.658 - haben eine Wahlkarte beantragt, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Das ist ein neuer Rekord.

Den gab es zwar auch bei den Wahlberechtigten. Aber deren Zahl wuchs gegenüber 2008 um nur 0,81 Prozent, während um 14,02 Prozent mehr Wahlkarten beantragt wurden.

Die Briefwahlstimmen könnten den Ausschlag geben, wenn es bei der Nationalratswahl am Sonntag knapp wird, wenn also z.B. NEOS oder das BZÖ knapp unter vier Prozent liegen. Wobei die meisten Briefwähler bereits gewählt haben.

Denn ihre Stimmen müssen heuer auch schon am Sonntag bei den Wahlbehörden liegen - und nur Wien und Graz haben das Angebot der Post genützt, am Sonntag um 10.00 Uhr noch einmal die Briefkästen zu leeren und die Stimmkarten zuzustellen.

Im vorläufigen Endergebnis, das Innenministerin Mikl-Leitner am Sonntagabend verkünden wird, werden die Briefwahl-Stimmen aber nicht enthalten sein. Sie werden erst am Montag ausgezählt und die Wahlkarten, die am Sonntag in fremden Wahlkreisen abgegeben werden, erst am Donnerstag. Bereits am Sonntag mitgezählt werden nur die Wahlkarten, die im eigenen Wahlkreis abgegeben werden. Das waren bei den vorigen Wahlen um die 140.000.

Dass das Interesse an der Briefwahl etwas gestiegen ist, zeigt sich im Vergleich mit den Wahlberechtigten: 2008 - wo erstmals die Briefwahl angeboten wurde - beantragten 9,27 Prozent der Wahlberechtigten eine Wahlkarte, heuer waren es 10,47 Prozent.