Erstellt am 25. September 2015, 12:21

ORF sucht erneut den schönsten Fleck Österreichs. Niederösterreich schickt die Schneebergbahn, die Storchenkolonie Marchegg und den Nationalpark Thayatal ins Rennen.

Burgruine Landsee  |  NOEN, Civertan/Wikimedia Commons
So richtig verborgen ist er nicht mehr: Seit der Grüne See im steirischen Tragöß 2014 in der ORF-Show "9 Plätze - 9 Schätze" zum schönsten Fleck Österreichs gekürt wurde, kann man sich dort vor Besuchern kaum retten. Nun geht das Format, und damit auch der Bundesländer-Schwerpunkt auf ORF 2, in die zweite Runde. Am 24. Oktober wird ein Nachfolger gekürt, die Vorauswahl startet am 2. Oktober.

Die Entscheidung, eine zweite Ausgabe zu machen, sei schon am Ende der ersten Sendung gefallen, erklärte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bei der Präsentation der neuen Runde am Freitag in Graz. "Da haben wir noch gar nicht gewusst, was das für ein Quotenerfolg wird. Hier ist uns was gelungen, was den Österreichern Freude macht", so Wrabetz, der die regionale Aufstellung des ORF als eine der großen Stärken des Unternehmens lobte. "Wenn es die Landesstudios nicht gäbe, müsste man sie erfinden."

Drei "Schätze" pro Bundesland in Vorauswahl

Jedes Landesstudio stellt drei mehr oder weniger verborgene Schätze zur Auswahl, per Telefon oder SMS können die Zuseher ab 2. Oktober entscheiden, welcher Platz für das jeweilige Bundesland ins Rennen geht. Nominiert sind für das Burgenland die Ruster Altstadt, die Ruine Landsee und die Raab im Naturpark Raab-Örség-Goricko, Kärnten versucht es mit dem Wolayersee, dem Wasserweg Liebenfels und dem Bergsteigerdorf Zell-Pfarre und Niederösterreich möchte die steirische Nachfolge mit der Schneebergbahn, der Storchenkolonie Marchegg und dem Nationalpark Thayatal antreten.

Oberösterreich schickt das Hochmoor Löckernmoos, den Schiederweiher in Hinterstoder und die Blumaueralm im Nationalpark Kalkalpen ins Rennen, Salzburg die Longa im Biosphärenpark Lungau, den Kapuzinerberg und den Trattberg im Tennengau. Für die Steiermark treten die Heiligengeistklamm, der Schattensee und das Katerloch an. Tirol nominiert das Gschlößtal, den Natureispalast Hintertux und die Stuibenfälle im Außerfern.

Finale am 24. Oktober

Vorarlberg will mit dem Nenzinger Himmel, dem Formarinsee und der Roten Wand sowie dem Lauteracher Ried glänzen, während man sich in Wien zwischen dem MuseumsQuartier, dem Sternwartepark und der Alten Donau entscheiden kann. Für die Wiener Schätze kann übrigens - aufgrund der anstehenden Wahl - schon ab 25. September gevotet werden. Die neun Landessieger treten dann am 24. Oktober gegeneinander an. Erneut wird Armin Assinger durch die Sendung am Hauptabend führen, die im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen verfolgten.
 
Wie bereits beim ersten Mal setzt man an diesem Abend generell auf einen Bundesländer-Schwerpunkt: Nach "9 Plätze - 9 Schätze" folgt eine neue Ausgabe von "Heimat großer Töchter und Söhne". In diesem Format wird jeweils ein Mensch aus den neun Bundesländern vorgestellt - der Bogen spannt sich dabei vom oberösterreichischen Märchenerzähler bis zum Edelgreißler aus Kärnten.

Am 25. Oktober werden dann in "9 Plätze, 9 Schätze - So schön ist Österreich" noch einmal alle Orte präsentiert - und zwar auch jene, die es nicht in die Endrunde geschafft haben. Wer die verborgenen Schönheiten gerne bei sich zuhause hätte, hat dazu nun ebenfalls Gelegenheit: In der Publikation "9 Plätze - 9 Schätze: Auf den Spuren von Österreichs verborgenen Schätzen", erschienen im Kral-Verlag, sind alle Orte in Text und Bild verewigt.