Erstellt am 18. August 2013, 18:42

Rot-Schwarz-Grün wäre die beliebteste Koalition. Offenbar angeregt von den neuen Dreierkoalitionen nach den Landtagswahlen, wünschen sich die Österreicher auch im Bund neue Regierungsvarianten.

In einer Umfrage des Linzer Market-Instituts für den "Standard" stellte sich Rot-Schwarz-Grün als die beliebteste Regierung heraus. 19 Prozent sprachen sich dafür aus - während nur mehr sieben Prozent für die Fortsetzung der Großen Koalition waren.

Das ist deutlich weniger als 2008. Da plädierten in ähnlichen Umfragen noch um die 15 Prozent für die Große Koalition.

"Kenia" in Wählergunst vor Großkoalitionärer Variante

Jetzt ist sie nur mehr die zweit-beliebteste Koalitionsform nach der "Kenia-Koalition", die es seit der heurigen Wahl in Kärnten schon gibt. Auf Platz 3 liegt kam in der Umfrage mit vier Prozent eine Vierer-Variante: Rot-Schwarz-Grün gemeinsam mit dem Team Stronach.

Rot-Grün würden sich ähnlich viele Befragte wünschen, was sich allerdings rechnerisch nicht ausgehen dürfte. Schwarz-Blau, das wohl ebenso keine Mehrheit haben wird, will nur einer von 100 Befragten.

Über die Hälfte möchte FP nicht an der Macht sehen

Denn jeder Zweite - 55 Prozent - will die FPÖ nicht in der Regierung sehen. Die ÖVP hätten gerne 21 Prozent draußen, die SPÖ 18 Prozent - und umgekehrt hätten gerne 69 Prozent die SPÖ wieder in der Regierung und 67 die ÖVP. 28 Prozent sähen die Grünen lieber in der Opposition.

Befragt wurden 401 Wahlberechtigte - und zwar nicht nach vorgegebenen Varianten, sondern mit einer offenen Fragestellung. Das ergab auch manche nicht realisierbare Varianten: So wünschten sich nicht wenige Befragte auch Parteien in der Regierung, deren Einzug in den Nationalrat laut den Umfragen unwahrscheinlich ist - etwa die KPÖ, die NEOS oder die PIRATEN.