Erstellt am 30. September 2013, 15:06

SP Burgenland erstattet Anzeige. Auch am Tag nach dem Urnengang hat sich in der SPÖ Burgenland die Empörung über "Dirty Campaigning" gegen die Sozialdemokraten mittels Türhängern nicht gelegt.

Als Reaktion auf "ein schweres Foul der ÖVP" kurz vor Wahlkampfende kündigte Landesgeschäftsführer Robert Hergovich am Montagnachmittag rechtliche Schritte in der Sache an. In vielen Gemeinden des Burgenlandes - wo, das werde noch eruiert - seien die "Unwahrheiten" enthaltenden Türhänger "im SPÖ-Design" sowie ohne Absender und ohne Impressum aufgehängt worden. Das könnten sich die Sozialdemokraten natürlich nicht gefallen lassen, meinte Hergovich.

"Wir werden heute noch eine Anzeige gegen unbekannt aufgeben und werden uns natürlich genau anschauen, wer dafür verantwortlich ist", sagte der SPÖ-Politiker und setzte nach: "Da kann man nicht zur Tagesordnung zurückkehren. Das muss man schon klären." "Jene, die das getan haben", sollten sich bei den Wählern entschuldigen, "und dann kann man wieder ordentlich weiterarbeiten", stellte der Landesgeschäftsführer fest.

SPÖ hofft auf drittes Mandat

Aufgrund des Wahlergebnisses rechne die SPÖ im Burgenland mit zwei Mandaten, "möglicherweise wird's ein drittes." Im Moment gehöre mit Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) ein Burgenländer der Bundesregierung an. Man wolle natürlich, dass Ostermayer auch in der künftigen Regierung "eine wichtige Rolle" spiele. Er gehe davon aus, dass auch Norbert Daraboseine wichtige Position einnehmen werde, sagte Hergovich. "Aber da jetzt zu spekulieren, ist ein wenig zu früh." Man müsse die Regierungsverhandlungen abwarten.

Dass die ÖVP im Burgenland ein Mandat verliere und dann den Ministeranspruch erhebe, sei "überraschend" gewesen, meinte der SP-Landesgeschäftsführer. Die SPÖ habe ihre zwei Mandate erreicht: "Alles, was darüber hinaus kommt, ist eine schöne Draufgabe."