Erstellt am 10. September 2013, 21:38

Spindelegger verspricht als Kanzler Jobs. Weniger als drei Wochen vor der Nationalratswahl ist am Dienstag als letzte Partei auch die ÖVP mit einer großen Auftaktveranstaltung in der Messe Wien offiziell in den Wahlkampf gestartet.

Spitzenkandidat und Vizekanzler Spindelegger versprach in seiner Rede, als Bundeskanzler würde er unter anderem für Arbeitsplätze und Wohnraum sorgen. Die deutsche Kanzlerin Merkel schickte eine Grußbotschaft.

Namenstag als gutes Wahl-Omen

Vom Sieg seiner Partei zeigte sich Spindelegger überzeugt, nicht zuletzt aus folgendem Grund: "Am 29. September habe ich Namenstag. Da steht am Kalender Michael und nicht Werner."

Spindelegger versprach, als Bundeskanzler "für viele neue Arbeitsplätze zu sorgen, 30.000 neue Wohnungen zu bauen" und einen Absetzbetrag von 7.000 Euro für jedes Kind: "Das ist meine Ansage, wenn ich Bundeskanzler bin." Er wolle dieses Amt übernehmen, "weil es notwendig ist für Österreich".

Ablehnung für "Faymann-Economics"

Für die ersten hundert Tage als Bundeskanzler will er die freiwillige Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen umgesetzt wissen und die Weichen für Wirtschaftswachstum stellen. Österreich soll neue 420.000 Arbeitsplätze bekommen. Den Bauern versprach er in der Rede Solidarität und den Pensionisten eine "gute Zukunft".

Im Wahlkampf müsse er "da und dort viel Unfug" hören. Die SPÖ wolle etwa mit neuen Steuern Arbeitsplätze schaffen: "Faymann-Economics nennt man das. Aus meiner Sicht ist das nicht das Richtige."

"Will von Strache gar nicht geliebt werden"

Der ÖVP-Obmann arbeitete weitere Unterschiede zum Mitbewerb heraus. Bei der SPÖ-Idee, wonach Kinder den ganzen Tag in die Schule gehen sollen, "sträuben" sich ihm die Nackenhaare, so Spindelegger etwa: "Ich will kein Ostblockland mit Reisefreiheit haben."

Zum Thema Staatsschulden meinte er, dass nur die ÖVP für eine "generationenübergreifende Politik" stehe und es ernst meine mit der Schuldenbremse in der Verfassung.

Zu FP-Chef Straches Wahlkampfmotto der Nächstenliebe erklärte Spindelegger: "Ich will von dem gar nicht geliebt werden. Ich bin froh, dass ich mit meiner Frau verheiratet bin."