Erstellt am 24. September 2013, 12:33

SPÖ kritisiert "Negativwahlkampf" der ÖVP. Die SPÖ weist die Aussagen des ÖVP-Wirtschaftsbundes über die Kosten des roten Wahlprogrammes zurück.

Die SPÖ habe Vorschläge für Wachstum und Beschäftigung auf den Tisch gelegt, während die ÖVP einen "destruktiven Negativwahlkampf" führe. So würde etwa das SPÖ-Steuerkonzept kleine und mittlere Einkommen entlasten und damit die Kaufkraft und die Konjunktur stärken, betont Darabos. Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer vermisst seinerseits ein Finanzierungskonzept für die schwarzen Wahlkampfforderungen. Er verweist darauf, dass allein die Senkung der Abgabenquote von derzeit 44,3 auf 40 Prozent 13 Mrd. Euro koste. Dazu kämen weitere 11 Mrd. Euro für das "neoliberale Wünsch-dir-was-Konzert" der ÖVP für Besserverdiener und Konzerne.

Häupl warnt vor Schwarz-Blau

Der Wiener Bürgermeister Häupl warnte indes eindringlich vor Schwarz-Blau - was er mit dem Aufruf, wählen zu gehen, verbindet: "Wer am Sonntag nicht zur Wahl geht, für den kann es am Montag ein böses Erwachen geben", warnte ern. Er selbst hofft auf ein Plus vor dem Wahlergebnis: "Weil ich mag Minus nicht so richtig, außer beim Gewicht."

Die Wiener SPÖ hat zuletzt bereits die Kampagne "Wer Wien liebt, schützt es vor Schwarz-Blau" gestartet. Man wolle damit unter anderem an die Belastungswelle zwischen 2000 und 2006 erinnern, wie Häupl betonte. Die Koalition damals habe ein "wirtschaftliches und soziales Trümmerfeld" hinterlassen. Die Arbeitslosigkeit sei so hoch gewesen wie noch nie - zudem seien etwa mehr als 1.000 Polizisten eingespart worden.

Es sei auch nicht auszuschließen, dass das Team Stronach eine ÖVP-FPÖ-Koalition unterstützen werde, so Häupl, der auch eine weitere Möglichkeit nicht ausschloss: "Schwarz-Grün-Stronach ist übrigens auch eine interessante Variante."