Erstellt am 24. September 2013, 08:09

SPÖ und ÖVP bei rund 50 Prozent. Glaubt man den bisherigen Umfragedaten, dann müssen SPÖ und ÖVP bei der Nationalratswahl am Sonntag zwar mit Verlusten rechnen, die gemeinsame Mandatsmehrheit dürften sie aber vermutlich behalten.

FPÖ und Grüne werden gegenüber dem Ergebnis von 2008 wohl deutlich zulegen. Das Team Stronach wird laut vorliegenden Daten den Einzug locker schaffen, mehr als fraglich scheint der Einzug für das BZÖ. Und auch die neue Partei NEOS hat laut Umfragedaten nur schwache Chancen auf das Überspringen der Vier-Prozent-Hürde.

Betrachtet man die Umfragen seit Juli, so liegt die SPÖ in der Sonntagsfrage zwischen 26 und 28 Prozent; die ÖVP kommt auf 22 bis 26 Prozent, mit zuletzt fallender Tendenz. Für die FPÖ deuten die September-Umfragen auf einen Schwung nach oben, zuletzt lagen die Freiheitlichen bei 20 bis 21 Prozent. Im August gab es aber auch Umfragen, die nur 18 Prozent für die FPÖ auswiesen.

Die Grünen dürfen sich zwar auch auf einen deutlichen Zugewinn einstellen, allerdings deuten die letzten Umfragen eher auf einen fallenden Trend hin. Die seit Juli veröffentlichten Zahlen geben der Öko-Partei zwischen 12 und 16 Prozent, zuletzt pendelten sie sich bei etwa 14 Prozent ein.

Team Stronach dürfte Einzug schaffen

Den Einzug in den Nationalrat aus derzeitiger Sicht klar schaffen dürfte das Team Stronach - allerdings mit deutlich weniger Stimmen als noch in der ersten Jahreshälfte prognostiziert. Die Umfragen für die neue Partei pendelten seit Juli zwischen sechs und zehn Prozent, zuletzt ging auch hier die Kurve eher nach unten.

Mehr als Zittern um einen erneuten Einzug muss das BZÖ. Die Umfragen gingen zwar im September dezent nach oben, das Erreichen der notwendigen Vier-Prozent-Hürde scheint für die Orangen aber dennoch ein mehr als wackeliges Unterfangen. Meist wurde das Bündnis zuletzt zwischen zwei und vier Prozent ausgewiesen. Ein ähnliches Ergebnis lassen die Zahlen für die neue Partei NEOS erwarten.

Spannend werden könnte die Frage des Einzugs in den Nationalrat aber nicht nur für BZÖ und NEOS selbst werden, sondern auch für SPÖ und ÖVP. Denn schaffen allen Erwartungen zum Trotz beide der kleinen Parteien den Sprung ins Hohe Haus, so dürfte die absolute Mandatsmehrheit für Rot-Schwarz - und damit die einzige Möglichkeit einer (realistischen) Zweier-Koalition - weg sein.