Erstellt am 29. September 2013, 23:04

Strache dankte Fans für "blaues Wunder". FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache hat Sonntagabend doch noch sein im Wahlkampf viel beschworenes "blaues Wunder" nachweisen können.

"Wir haben zu den anderen Parteien aufgeschlossen", dankte er seinen Fans und Mitstreitern bei der Wahlparty in einem Festzelt neben dem Wiener Rathaus. Der freiheitliche Spitzenkandidat für die Nationalratswahl war erst nach 22.00 Uhr zu seinen Fans gestoßen, die er damit vertrösten musste, bei der kommenden Nationalratswahl das "wahre Kanzlerduell" zu erleben. "Ich nehme dieses große Vertrauen der Österreicherinnen und Österreichern mit Demut zur Kenntnis", rief Strache, der von rot-weiß-roten Fahnen gesäumt unter Papierschnipsel-Regen eingezogen war. Nicht nur, dass man zu SPÖ und ÖVP aufgeschlossen hatte, freute den FPÖ-Chef. "Wir haben den Abstand zu den links-linken Grünen noch einmal ausgebaut", bestätigte er abermals sein "blaues Wunder". Strache dankte nicht nur der "freiheitlichen Familie", sondern auch seiner Lebensgefährtin und seiner Mutter: "Ich hab dich unendlich lieb, Mama."

Zwar hatte das freiheitliche Festzelt zwischen Parlamentsklub und Rathaus schon früh geöffnet, dennoch blieb die blaue Prominenz bis zum Eintreffen Straches eher rar. In Feierlaune waren etwa der scheidende III. NR-Präsident Martin Graf sowie der Klubobmann der Wiener FPÖ Johann Gudenus. Bis eine dreiviertel Stunde vor dem Eintreffen Straches verfolgten die FPÖ-Fans die Wahlberichterstattung des ORF. Erst dann trat die John Otti Band in Aktion, die zu Straches Einzug auch den selbstkomponierten Wahlkampfsong "Liebe ist der Weg" zum Besten gab.

Ungewöhnlichen Besuch gab es im blauen Festzelt von einer Tiroler Schulklasse, die sich auf Wien-Woche befand. Man wolle so den Jugendlichen Politik vermitteln, lautete die Intention der Lehrer, die sehr wohl auch auf Objektivität bedacht waren. Nach der FPÖ zogen die Schüler ins ÖVP-Zelt ums Eck weiter.