Erstellt am 01. Oktober 2013, 12:17

Strache gegen parallele Koalitionsgespräche. FPÖ-Parteiobmann Strache ist gegen parallele Verhandlungen über eine eventuelle Regierungsbeteiligung.

 "Mit uns wird es keine Gespräche über die Hintertür geben", sagte er vor den Sitzungen der Parteigremien. Die Ansage der ÖVP, mit allen Parteien reden zu wollen, nehmen die meisten Freiheitlichen nicht ernst. Dies sei ein Versuch, den Preis für eine Koalition mit der SPÖ in die Höhe zu treiben. "Heute ist das Match um Platz Eins eröffnet", meinte Strache schon zwei Tage nach der Nationalratswahl, bei der die FPÖ drei Prozentpunkte gewonnen hat. Darauf werde man sich bei der Präsidiumssitzung und dem anschließenden Bundesparteivorstand personell ausrichten. Trotz aller Skepsis, was die Möglichkeit des Mitregierens betrifft, appellierte Strache abermals an die SPÖ, deren "Ausgrenzungspolitik" zu beenden und auch mit der FPÖ Gespräche zu führen.

Straches Vize-Obmann, Norbert Hofer, zeigte sich skeptisch gegenüber der Offenheit der Volkspartei in Richtung FPÖ. "Ich glaube, dass die ÖVP den Preis sehr hoch ansetzen wird", glaubt auch er an eine Neuauflage der Großen Koalition und damit an "more of the same". Ob eine Zusammenarbeit mit dem Team Stronach in einer Dreier-Koalition möglich wäre? "Vorstellbar ist alles, einfach ist es nicht", so Hofer.

Auch der steirische FPÖ-Obmann Gerhard Kurzmann, der in seinem Bundesland mit der FPÖ den ersten Platz erreicht hatte, ortet eher "Theaterdonner" bei der ÖVP: "Ich mache mir keine Illusionen." Der Salzburger FPÖ-Chef Karl Schnell, der den "Wahlsieger" Kurzmann vor der Sitzung herzhaft umarmte und ihm gratulierte, glaubt ebenfalls nicht an eine Regierungsbeteiligung seiner Partei.