Erstellt am 02. Oktober 2013, 13:49

Streit im BZÖ nach Wahlniederlage. Der Streit im BZÖ geht weiter. Die Kärntner Landtagsabgeordneten Johanna Trodt-Limpl und Wilhelm Korak beharrten am Mittwoch auf ihrer Forderung nach einem Rücktritt von Parteichef Bucher.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Dieser trage die Verantwortung für die Wahlniederlage. Bucher und sein Wahlkampfmanager und Bündniskoordinator Markus Fauland geben am Nachmittag eine Pressekonferenz in Wien - die Thematik ist noch unklar.

Korak und Trodt-Limpl vermuten Intrige Dolinscheks

Korak sieht sich weiterhin als Parteimitglied, der Ausschluss durch Sigisbert Dolinschek sei nicht rechtmäßig, da keine Beschlüsse dazu vorlägen. "Wir wollen nicht streiten und auch nicht die Partei spalten", betonten die Mandatare unisono. Man werde aber bei einem "Postenschacher" um Landtagsmandate sicher nicht mitmachen.

Korak, dem Dolinschek parteischädigendes Verhalten vorwirft, meinte: "Die freie Meinungsäußerung im BZÖ ist erlaubt und auch Kritik muss möglich sein, das ist mit Sicherheit kein Ausschlussgrund." Trodt-Limpl betonte, sie habe Bucher vor ihrem Antreten bei der Landtagswahl gefragt, ob er im Falle eines Scheiterns bei der Nationalratswahl in den Kärntner Landtag gehen wolle: "Er hat dezidiert Nein gesagt."

Die beiden vermuten eine Intrige Dolinscheks, dem noch zwei Jahre auf die Pension fehlen würden. Möglicherweise wolle er diese Zeit als BZÖ-Angestellter überbrücken, so die Mutmaßung. Vorerst wollen Trodt-Limpl und Korak ihre "Interessensgemeinschaft des BZÖ" im Landtag nicht umbenennen.

Beide wollen ihre Mandate die volle Legislaturperiode behalten

Dies müssten sie auch dann nicht, wenn sie aus der Partei ausgeschlossen werden. Diese Frage ist deshalb wichtig, weil davon abhängt, ob die Orangen weiterhin Parteienförderung erhalten. Laut Korak geht es dabei um knapp 800.000 Euro jährlich.

Sollte dieses Geld aber nicht für die Parteiarbeit und für die Vorbereitung der Landtags- und Gemeinderatswahlen verwendet werden, sondern für die Versorgung einzelner Personen, "dann wird der Name der IG geändert", so Trodt-Limpl. Ihre Mandate wollen die beiden auf jeden Fall die ganze Legislaturperiode behalten.