Erstellt am 23. September 2013, 11:54

Team Stronach gegen Honorardeckel für Ärzte. Das Team Stronach stößt sich an Deckelungen der Krankenkassenhonorare für niedergelassene Ärzte.

Das System sei "brutal", es handle sich um eine versteckte Rationierung zulasten der Patienten, klagte Marcus Franz, ärztlicher Direktor des Wiener Hartmannspitals und Nationalratskandidat des Teams. Franz nannte einige Beispiele für Deckelungen. So werde das ausführliche ärztliche Gespräch nur bei jedem Fünften bezahlt, ein Herz-Ultraschall bei jedem Dritten und die Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust nur bei 15 Prozent der Patientinnen. Dabei wäre im Spitalsbereich genug "Speck" da, um diese Leistungen zu finanzieren, zeigte er sich überzeugt.

Team-Stronach-Klubchef Lugar kritisierte auch die unterschiedlichen Honorarsätze der Kassen. Es sei nicht einzusehen, dass ein Arztbesuch eines Beamten dem Mediziner 13 Euro bringe, bei einem Gebietskrankenkassen-Versicherten aber nur 5,90 Euro. Franz - er soll bei einem Einzug des Teams in den Nationalrat Gesundheitssprecher werden - wünscht sich eine "österreichische Gesundheitsversicherung", die sich zentral um die Planung von Spitälern und Ordinationen kümmert.