Erstellt am 26. März 2015, 15:37

von APA/Red

"Mr. Musikantenstadl" Karl Moik gestorben. Der langjährige "Musikantenstadl"-Moderator Karl Moik ist mit 76 Jahren in Salzburg gestorben. Ein entsprechender Bericht der "BILD"-Zeitung wurde der APA aus zuverlässiger Quelle inoffiziell bestätigt.

Erst im Jänner war Moik nach einem Spitalaufenthalt entlassen worden. Er war nach einem Infarkt 2014 in der Klinik Hallein wegen Nieren- und Herzproblemen behandelt und am Arm operiert worden.

Karl Moik wurde am 19. Juni 1938 in Linz geboren. Bevor Moik zu seiner Berufung im "Musikantenstadl" fand, war er als Vertreter für Öfen, Kopiergeräte und Fernsehantennen tätig. 1973 machte Moik erstmals nachhaltig auf sich aufmerksam, als er beim ORF in Linz die Rundfunksendung "Volkstümliche Hitparade" durchsetzte und moderierte. 1980 schließlich konzipierte er für den ORF die Volksmusik-Fernsehsendung "Musikantenstadl", die mit Moik als Moderator ungewöhnliche Popularität gewann. Am 31. Dezember 2005 hieß es für Moik dann nach 25 Jahren und zahlreichen Reisen um die Welt in Klagenfurt zum letzten Mal "Servas, pfiat Gott und auf Wiedersehen".

Zahlreiche Prominente drückten öffentlich ihre Trauer um den TV-Star aus: Der Trompeter Stefan Mross, eine Entdeckung des Verstorbenen, der 1989 seinen ersten Fernsehauftritt in Moiks Sendung "Wie die Alten sungen" hatte, richtete sich via Twitter an seine Fans: "Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie sehr ich traurig bin. Bin nur am Weinen."

"Großes Idol für 'unsere Generation'"

Die erfolgreiche Schweizer Volksmusiksängerin Francine Jordi verabschiedete sich ebenfalls bewegt von ihrem Vorbild: "Ich bin tief traurig... genau wie auf diesem Bild will ich dich in Erinnerung behalten... vielen Dank für alles was du für mich getan hast! Ruhe in Frieden..."

Karl Blecha, Chef des Pensionistenverbandes, zeigte sich in einer Aussendung tief betroffen: "Karl Moik war ein großes Idol für 'unsere Generation' und dem Pensionistenverband Österreichs sehr freundschaftlich verbunden." Er erinnere sich noch heute an die "wunderbaren Moderationen" Moiks auf Veranstaltungen des Pensionistenverbandes: "Wir verlieren einen ganz Großen der Unterhaltungsbranche, aber vor allem auch einen wunderbaren Menschen."

Die bayerische Band Münchner Zwietracht zollte ihrem Entdecker auf Facebook die letzte Ehre: "Gute Reise Karl Moik. Du hast die Münchner Zwietracht entdeckt und gefördert. [...] Danke für Dich und was Du uns gegeben hast. R.I.P. Karl."