Erstellt am 10. März 2014, 23:59

von Gerti Süss

Unter einem Dach. Nach langem Hin und Her ist es fix: Im ORF-Zentrum am Küniglberg sollen alle Wiener Standorte gebündelt werden.

Containerbüros (oben) und Baustellengerüste dominieren derzeit am Küniglberg. Bis zum Jahr 2021 soll dort um 301 Millionen Euro ein neues, modernes ORF-Zentrum entstehen.  |  NOEN, Süss
Von Gerti Süss

Seit Donnerstag ist es endgültig: Der ORF bleibt auf dem Küniglberg. Und auch die Standorte in Heiligenstadt (Ö3, ORF online) und in der Argentinierstraße (Ö1, Landesstudio Wien) sollen dorthin übersiedeln.

„Der ORF kann nur dann zukunftsfähig sein, wenn wir unsere Stärken bündeln“, begründete ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz die Entscheidung. Der Beschluss, dem eine aufwändige Kostenanalyse vorausgegangen ist, betrifft bis zu 700 Mitarbeiter. 301 Millionen Euro werden die Zusammenführung und die Umbauarbeiten kosten. 2021 soll das neue ORF-Zentrum fertig sein.

„Wir sparen damit 10 Millionen Euro pro Jahr."

„Eine Beibehaltung und Sanierung der bestehenden Struktur hätte 296 Millionen Euro gekostet. Mit der neuen Variante sparen wir pro Jahr aber 10 Millionen Euro an laufenden Kosten“, so ORF-Finanzdirektor Richard Grasl.
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Fixiert wurde auch, dass der Sendesaal und das Hörspielstudio in der Argentinierstraße als „Kulturstandort“ erhalten bleiben sollen.

Laut Wrabetz sollen unter dem Titel der Standortzusammenlegung keine Mitarbeiter entlassen werden. Das bestehende Sparprogramm werde jedoch fortgeführt.

Stiftungs- und Betriebsrat stimmen zu

Insgesamt stimmte der ORF-Stiftungsrat mit 26 Stimmen für die Zusammenlegung, drei Stimmen waren dagegen, zusätzlich gab es sechs Enthaltungen. „Vernetztes Arbeiten wird in der Medienwelt wichtiger. Deswegen ist der ORF an einem gemeinsamen Wiener Standort zukunftssicherer aufgestellt“, begrüßt ORF-Betriebsrat Robert Ziegler die Entscheidung.

Außerdem verkündete die Geschäftsführung, dass alle Bundesland-heute-Sendungen ab Herbst in HD-Qualität ausgestrahlt werden.