Erstellt am 07. Oktober 2013, 16:43

Weiterhin Unruhe im Team Stronach. Im Team Stronach ist auch eine Woche nach der Nationalratswahl mit dem schlechten Ergebnis von 5,7 Prozent keine Ruhe eingekehrt.

Während Frank Stronachs Statthalterin Kathrin Nachbaur auf einer Bundesländertour versucht, die Wogen zu glätten, berät die Kärntner Landesgruppe ihre Zukunft, es könnte sogar zu einer Abspaltung kommen. Indes wurde bekannt, dass es auch Kündigungen in Vorarlberg gegeben hat, dort soll offenbar sogar die Landesgeschäftsstelle geschlossen werden. Parteigründer Stronach hatte vergangene Woche nicht nur den Vorstand der Bundespartei umgebaut, sondern auch seine Landesräte in Niederösterreich, Salzburg und Kärnten als Landesparteichefs gefeuert. Offiziell begründet wurde dies mit "Arbeitsteilung" - einige Proponenten glauben aber an finanzielle Motive, Stronach fordert ja Geld zurück.

Kärntner Team Stronach vor Abspaltung?

Die Kärntner Landesgruppe trat unterdessen zu einer Krisensitzung zusammen. Gerhard Köfer hält sich mit Berufung auf die Expertise eines Rechtsanwalts weiterhin für den Parteichef, der von Stronach in diese Funktion berufene Siegfried Schalli wiederum sprach von einer persönlichen Meinung Köfers. Der hat jedenfalls gegen seine Demontage als Parteiobmann bereits eine Feststellungsklage einbringen lassen. Wie es mit dem Kärntner Team Stronach weitergeht, war vorerst offen.

Bei einer Abspaltung wäre freilich das finanzielle Risiko für die Landesgruppe sehr groß. Stronach hat rund 1,6 Mio. Euro in Kärnten investiert, davon will er nun rund eine Mio. zurück. Gleichzeitig steht der Landespartei zumindest für das Jahr 2014 keine Parteienförderung zu, da sie im Landtagswahlkampf die Wahlkampfkostenhöchstgrenze überschritten hatte. Zudem würde das Team Stronach bei dieser Variante um die Klubförderung im Landtag umfallen, die rund 400.000 Euro im Jahr ausmacht.