Erstellt am 01. Oktober 2013, 12:03

Wohl keine Mandatsverschiebung durch Wahlkarten. Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt, die bei der Nationalratswahl abgegeben wurden.

31.000 Wahlkarten fehlen noch, die am Sonntag für die Urnenwahl in einem "fremden" Wahlkreis verwendet wurden. Deren Auszählung am Donnerstag dürfte aber keine Auswirkungen mehr auf den Mandatsstand haben. Indes wurden die Grünen durch die Briefwahl noch stärkste Partei in Graz. Damit sollte es bei den - jetzt mit den Briefwählern erreichten - 52 für die SPÖ, 47 für die ÖVP, 40 für die FPÖ, 24 für die Grünen, 11 für das Team Stronach und 9 für die NEOS bleiben, lautet die Prognose der ARGE Wahlen. An diesem Mandatsstand werde sich am Donnerstag mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nichts mehr ändern, ergab eine neuerliche Prognose nach Auszählung der Briefwahl. Somit können die Grünen damit rechnen, ihre zwei mit der Briefwahl-Auszählung dazugekommenen Mandate zu behalten.

Prestigeerfolg für die Grünen

Ursprünglich hatten die Meinungsforscher - auch SORA - den NEOS ein zehntes Mandat in Aussicht gestellt. Aber die neue Partei lag in der Briefwahl weit weniger über dem Ergebnis der Urnenwahl als die Grünen. Die SPÖ schneidet mittlerweile etwas besser bei den Briefwählern ab, zählt mit der FPÖ und dem Team Stronach aber immer noch zu den Parteien, deren Ergebnis nach der Wahlkartenauszählung niedriger ist als am Wahlsonntag.

Unterdessen gab es einen Prestigeerfolg für die Grünen. Nach Auszählung der Briefwahlstimmen gelang es der Öko-Partei in Graz, die FPÖ noch abzufangen und mit 21,73 Prozent Stimmanteil die stärkste Kraft an der Mur zu werden. Nur auf den Plätzen drei und vier landeten SPÖ und die Bürgermeister-Partei ÖVP. Landesweit konnten die Grünen die 10-Prozent-Marke überspringen (10,07 Prozent) und überholten das Team Stronach. Mit Wahlkartenauswertung schmolz der Abstand von den Freiheitlichen zur SPÖ auf 1.675 Stimmen oder 0,14 Prozent.