Erstellt am 10. August 2015, 09:50

Honda Jazz: Raumakrobat, neu aufgelegt. Kleiner, ganz groß! Der Jazz ist einer der erfolgreichsten Autos der Japaner – demnächst kommt die dritte Generation.

Ist erwachsener geworden: Jazz, dritte Generation. Der Kofferraum schluckt mindestens 354 Liter - 74 Liter mehr als beim VW Polo. Respekt!  |  NOEN, Honda

Seit 1983 gibt es den Jazz in Europa, in Japan seit 1981 – in seinem Heimatland zählt er übrigens zu den meistverkauften Autos. Das Geheimnis des Erfolges liegt in der genialen Variabilität …

Optisch ist der neue Jazz peppiger geworden, was ihm nicht geschadet hat – eine selbstbewusste Front sowie zackig gestylte Heckleuchten verleihen ihm zumindest ansatzweise so etwas wie eine Unverwechselbarkeit. Dazu wuchs er um 95 Millimeter in der Länge.

„Der Jazz ist ein couragierter Wagen mit
großzügigem Raumangebot und höchster Vielseitigkeit.“
Sandra Sommer, Pressesprecherin Honda Austria

Dieses Plus kommt dem Innenraum zugute, der für ein Auto mit einer Gesamtlänge von vier Metern (exakt: 3.995 Millimeter) wirklich üppig geraten ist. Vier Leute haben ausreichend Platz, hinten kommt keine bedrückende Enge auf. Dazu gibt es die sogenannten Magic Seats.

Werden die Lehnen der Fondsitze umgeklappt, entsteht eine über 1,51 Meter lange ebene Ladefläche, die dank einer sehr niedrigen Ladekante auch noch gut zu beladen ist. Daneben kann noch die Lehne des Beifahrersitzes umgeklappt werden, dann können Gegenstände mit einer Länge von bis zu 2,58 Metern befördert werden.

 

Magische Momente für Abenteurlustige

Außerdem: Da sich der Jazz dank flexiblen Vordersitzen (die Lehne des Fahrersitzes lässt sich ebenfalls umklappen) quasi zum Doppelbett umbauen lässt, verspricht er Abenteuerlustigen magische Momente … Ebenfalls fein: Wie in einem Kino können die Sitzflächen der Rückbank hochgeklappt und so etwa eine Zimmerpalme transportiert werden. Der Laderaum ist von 354 auf 1.314 Liter variierbar – die Konkurrenz schafft das nicht!

Im Innenraum wurde auch am Cockpit gearbeitet. Die Armaturen samt Bildschirm sind zum Fahrer hin geneigt und klar gezeichnet. Das Infotainmentsystem verfügt über WLAN, Bluetooth und HDMI zur Verbindung mit dem Handy, ein tolles Navigationssystem gibt es optional.

Ebenso erhältlich: kamera- und radargesteuerte Assistenzsysteme wie etwa Spurhalte- und Abstandshalteassistent. Neu ist auch ein Speedlimit-Assistent, der im Zusammenspiel mit der Verkehrszeichenerkennung für eine Einhaltung der Geschwindigkeitslimits sorgt. Dazu kommen noch zahlreiche andere Systeme wie etwa Stabilisierungsprogramm, Berganfahrhilfe, Kollisionswarner und vieles mehr.

Recht flott unterwegs

Unter der Motorhaube hat sich auch was getan. So kommt ein neuer 1,3-Liter-Benziner mit einer variablen Nockenwellensteuerung zum Einsatz. Er leistet 102 PS und bringt 123 Newtonmeter auf die Vorderräder. Wie bei Honda üblich, verlangt er nach Drehzahlen – und dann ist man recht flott unterwegs.

Neu ist das auf Wunsch erhältliche CVT-Getriebe. Das Ansprechverhalten wurde zwar verbessert, aber der hochdrehende Motor etwa bei Überholvorgängen nervt immer noch etwas. Verbrauch mit dem Schaltgetriebe: ab 4,9 Liter pro 100 Kilometer. Komplett neu und extra für Europa wurde das Fahrwerk entwickelt: Dickere Stabilisatoren, neue Dämpfer und weniger ungefederte Massen machen den Jazz noch agiler.


Neu: Honda Jazz

Start & Preis. Ab September, ab 15.990 €. Ausstattungsversionen: trend (sechs Airbags, Klimaanlage, Licht- und Regensensor, Tempomat, City-Notbremssystem, Magic Seats), comfort (Infotainmentsystem, Einparkhilfe, Speedlimit-Assistent, Kollisionswarnsystem, Spurhalteassistent), elegance (Alarmanlage, Klimaautomatik, Rückfahrkamera).