Erstellt am 09. Juli 2013, 11:14

Alternative ohne Verluste. Toyota | Nach dem aufgefrischten Auris folgt jetzt dessen Laderversion. Der TS (steht für: Touring Sports) ist der erste Kompaktkombi mit Option auf Vollhybridantrieb!

 |  NOEN
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Toyota stellt seine Vorreiterrolle als Hybridpionier für Großserien-Pkw auf eine noch breitere Basis. Gemäß der Ankündigung, in jeder Baureihe mindestens ein alternativ motorisiertes Modell anzubieten, hat die Kompaktklasse des weltgrößten Autoherstellers nun bereits zwei, mit der neuen Kombivariante des Auris, dem TS, der – als Erster seiner Klasse – auch mit Vollhybridantrieb (das heißt: per Knopfdruck lässt sich rein elek-trisch fahren) zu haben ist.

Ob alternativ oder konventionell motorisiert: Von vorne betrachtet unterscheidet sich der Kombi nicht von seinem drei- oder fünftürigen Schrägheckbruder. An den jüngst (2012) aufgefrischten Auris-Leib haben die Konstrukteure nahtlos einen flott und schick gestylten Laderucksack geschneidert. Damit ist der TS um 285 Millimeter länger – er misst beachtliche 4,56 Meter. Die Heckstoßstange ist tief hinuntergezogen, was mit 624 Millimetern eine recht niedrige Ladekante ergibt (um 100 Millimeter niedriger als bei der Schrägheckvariante). Ergeben hat sich mit der Karosserieverlängerung ein (beachtliches) Ladevolumen zwischen 530 und 1.658 Litern (Laderaumlänge bis zu 2.047 Millimeter). Außerdem mit an Bord: Easy-Flat-System (ermöglicht mit nur einem Handgriff das Umklappen der Rücksitze), doppelter Ladeboden, Zwei-Weg-Gepäckraumabdeckung.
 
„Die steigende Akzeptanz von Hybridfahrzeugen zeigt, dass
sich diese vom Nischenprodukt zu einer attraktiven Benzin- und Dieselalternative entwickelt haben.“

Sebastian Obrecht,
Pressesprecher
Toyota Frey Austria

Wählt man die Option der Alternativantriebsversion, den Hybrid, bringt das keinerlei Ladekapazitätsverlust. Denn Toyota hat die Batterien unter die Fondbank gepackt, dafür hat der Hybrid einen um fünf Liter kleineren Tank (45 Liter). Dazu ergibt sich durch die Akkuposition ein noch tieferer Schwerpunkt – bei doch merkbar mehr Gewicht: Die konventionell angetriebenen Auris TS wiegen ab 1.175 Kilogramm, der Hybrid startet bei 1.335.

Kein Unterschied zwischen Kurz- und Langheck-Auris besteht, abgesehen vom Ladeabteil, bei der Inneneinrichtung. Von innen und von außen betrachtet weisen hier wie dort blau unterlegte Logos auf den Hybridstatus hin.
Im Rahmen erster Testfahrten galt dem Alternativen besonderes Augenmerk. Toyota gibt bei 136 PS Systemleistung aus einem 1,8-Liter-Benziner (99 PS) und einem Elektromotor (82 PS), zusammengespannt mit einem Planetengetriebe für den 0-auf-100-Sprint 11,2 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h an – sowie einen Verbrauch ab 3,9 Liter pro 100 Kilometer, bei einer CO2-Emission ab 85 Gramm pro Kilometer.

Auf rund 100 Kilometern wohlausgewogenem Mix aus Stadt, Land und Autobahn ergab sich laut Bordcomputer ein durchschnittlicher Konsum von rund fünf Litern, bei sanftmütig gleitender Fahrweise. Wobei auffällt, dass das Geräusch-
niveau an der Lautlosigkeitsgrenze liegt, grad ein wenig Wind wispert ab etwa 100 km/h leise um die Außenspiegel. Etwas gewöhnungsbedürftig (wie gehabt): die stufenlose Automatik (e-CVT) – Stichwort: Gummibandeffekt …

An weiteren Motorisierungen offeriert Toyota zwei Benziner und zwei Diesel. Analog zum Schrägheckbruder sind Erstere ein 1,33- und ein 1,6-Liter mit 99 und 132 PS, bei Zweiteren handelt es sich um einen 1,4- und einen 2,0-Liter mit 90 und 120 PS. Deren Verbrauchsbandbreite wird mit 4,2 bis 6,2 Liter pro 100 Kilometer, die CO2-Werte mit 110 bis 142 Gramm pro Kilometer beziffert. Start/ Stopp ist beim kleinen Benziner und beim großen Diesel serienmäßig. Alle vier haben eine manuelle Schaltung (sechs Gänge).er 1,6-Liter-Benziner ist auch mit stufenlosem Getriebe inklusive siebenstufigem sequenziellem Schaltmodus orderbar (Multidrive-S-Getriebe).