Erstellt am 06. August 2013, 12:00

Angebot und Tarife beim Carsharing unterschiedlich. Die Österreicher sind immer öfter bereit, sich ein Auto mit anderen zu teilen. Carsharing wächst, wobei Angebote und Tarife sehr unterschiedlich sind, wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Dienstag konstatierte. Der Wiener Anbieter car2go erhöhte mit August die Preise, und mit Flinkster mischt bald ein neues Unternehmen aus Deutschland in der Hauptstadt mit.

Der VCÖ sieht noch großes Potenzial, immerhin hat jeder vierte heimische Haushalt mehr als ein Auto. Spitzenreiter sind die Kärntner. Dort haben laut VCÖ-Rechnung 36 Prozent aller Haushalte mehr als ein Fahrzeug in der Garage stehen. Auch die Niederösterreicher (35 Prozent), die Burgenländer und Oberösterreicher (je 33 Prozent) sowie die Steirer (32 Prozent) besitzen zwei oder mehr Autos. Dahinter kommen die Vorarlberger (28 Prozent), die Salzburger (24 Prozent) und Tiroler (19 Prozent). In Wien, wo das Öffi-Netz weitaus am besten ausgebaut ist, nennen nur 9 Prozent aller Haushalte mehr als ein Fahrzeug ihr Eigen.

Bei den Bezahlautos indes ist das Angebot sehr unterschiedlich. Der österreichweit tätige Anbieter Zipcar Austria hat unterschiedliche Fahrzeuggrößen im Portfolio, ein Kleinwagen kostet 59 Euro pro Tag, ein Van 119 Euro.

Car2go ist nur in Wien aktiv und fährt nur Smarts. Seit Anfang August kostet die Tagesmiete um 10 Euro mehr, nämlich 69 Euro. Car2go hat in einer begrenzten Zone freie Platzwahl. Die anderen Anbieter hingegen haben fixe Standplätze.

Seit heute ist auch Flinkster, das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn, mit ein paar Fahrzeugen in Wien präsent. Die Flotte soll laut einer Pressemitteilung bis Herbst auf 50 Autos ausgebaut werden, in 18 Bezirken will Flinkster fahren. Kostenpunkt: Mindestens 1 Euro pro Stunde plus 18 Cent pro Kilometer. Für die Registrierung fallen 50 Euro an, am Anfang ist es günstiger.

Die nur in Salzburg aktive Firma Emil verrechnet laut VCÖ 3,90 bis 6 Euro pro Stunde bzw. 39 bis 55 Euro am Tag.

Bei der Plattform 24/7 teilen sich die Mitglieder die Autofixkosten und kommen für die variablen Kosten selbst auf. 2.200 Personen kommen dort auf 200 Autos. Dann gibt es noch die Plattform Caruso, die privates Carsharing mit einem Reservierungssystem oder einem elektronischem Fahrtenbuch unterstützt.