Erstellt am 12. November 2012, 10:39

Auch was für Eva!. Opel | Der krisengeschüttelte Hersteller startet mit einem lässigen Kleinwagen names Adam voll durch. Der Retter der Marke?

Opel Corsa 2011  |  NOEN, Axel Wierdemann axel@wierdemann.
Die Marke mit dem Blitz im Logo hat es nicht gerade leicht. Man baut tolle Fahrzeuge, hängt aber an der Leine des US-Konzerns General Motors. Und der schickt oft dunkle Wolken Richtung Europa … Wenn das Firmengründer Adam Opel wüsste! Immerhin durften sich die Rüsselsheimer nun ihrer Wurzeln besinnen und das machen, was sie am besten können – nämlich coole Flitzer bauen.
 
Der neue Kleinwagen trägt als Tribut zum Firmengründer dessen Vornamen Adam (okay, das ist nicht ganz so cool). Dabei hat dieser nie ein Auto gebaut: Er wurde mit der Herstellung von Nähmaschinen und Fahrrädern groß, erst drei Jahre nach seinem Tod (1895) begannen die Erben mit der Automobilproduktion.
Der eben präsentierte New-
comer spannt den Bogen in die Gegenwart. Seine Motoren klingen zwar nicht wie eine Nähmaschine, doch im Stadtverkehr fühlt sich der 3,7 Meter lange Opel wohl wie ein Fahrrad. Und das knuffige Design lässt vor allem die Herzen der Evas dieser Welt höher schlagen.
 
Drei Fakten sind den Opelanern besonders wichtig: Erstens ist der Adam ein waschechter Deutscher (1a-Qualität). Entgegen dem Trend der Industrie, A-Segment-Baureihen in Billiglohnländern fertigen zu lassen, wird er in Eisenach gebaut. Zweitens bietet der Adam ex-trem viele Individualisierungsmöglichkeiten – und drittens ist man dank IntelliLink-Infotainment-System stolz, das bestvernetzte Auto der Klasse bieten zu können.
 
Ab dem Frühjahr 2013 sorgt der Adam für einen unkonventionellen, farbenfrohen Auftritt in der City, der Dreitürer bietet aber auch beste Voraussetzungen für die Autobahn und für Fahrten ins Grüne – Agilität heißt hier das Motto. Dank seines fetzigen Designs samt neuem Markengesicht, dem kappenähnlichen Dachbogen und innovativen Stilakzenten hat dieser Blitz echt Erfolgspotenzial. Am Markt einschlagen könnte er auch dank seines für Einsteigerfahrzeuge unüblich hochwertigen Innenraums, der sogar Ambientelicht bietet. Vier Personen erfreuen sich dort an der vorzüglichen Qualitätsanmutung. Bis hin zu Lichteffekten am Dachhimmel im Stile Maybachs (64 LEDs, optional) haben die Entwickler an so gut wie alles gedacht. Der Ordnung halber das Kofferraumvolumen: 170 bis 663 Liter.
 
Jam, Glam und Slam heißen die drei Ausstattungswelten, die mit drei Optionspaketen (Black & White, Twisted, Extreme) kombiniert werden können. Zwölf Karosseriefarben, drei Kontrasttöne für das Dach, drei Folienbeklebungen und sagenhafte 31 verschiedene Rad-/Felgen-Designs mit Größen von 15 bis 18 Zoll verpassen ihre Wirkung nicht. So wie der indivi-duell gestaltete Wagenschlüssel. Sogar eine OPC-Linie ist orderbar. Dagegen wirken der Einparkassistent oder der FlexFix-Fahrradträger, welcher aus dem hinteren Stoßfänger ausfährt, fast spröde …

Neu: Opel Adam
Start: Frühjahr 2013, ab Jänner bestellbar.
Preis: voraussichtlicher Einstieg unter 12.000 €.
Drei Benzinmotoren stehen beim Start zur Auswahl: 1.2/70 PS, 1.4/87 und 100 PS – mit Fünf-Gang-Schaltgetriebe. Bis zu 185 km/h, ab 5,0 Liter pro 100 Kilometer bzw. ab 118 Gramm CO2 pro Kilometer. Wird nachgereicht: Turbobenziner mit Direkteinspritzung (Dreizylinder).