Erstellt am 27. Oktober 2015, 09:35

von Beatrix Keckeis-Hiller

Audi A4 Avant: Weniger Gewicht, mehr Raum …. Demnächst geht die sechste A4-Kombi-Generation an den Start. Und der Erfolg ist (wieder) programmiert!

 |  NOEN, Audi

In seiner sechsten Generation ist der A4 Avant jetzt angelangt. Die Limousine hält bereits bei Nummer neun. Diese Divergenz resultiert aus der Zeitrechnung der Ingolstädter, die den Ursprung ihres Parade-Mittelklasslers mit dem Audi 80 markieren (1972). Damals waren Kombis alles andere als trendig, sondern recht rudimentär ausgelegte Arbeitstiere. Das änderte sich, als mit dem Modellwechsel von 1994 bei Audi die Modellbezeichnung von 80 auf A4 umgestellt wurde und der erste Avant debütierte.

Damit reklamieren die Ingolstädter für sich, die Nische der Lifestyle-Kombis erfunden zu haben. Die fiel, aus der Sicht der Ladepraxis betrachtet, mehr durch schnittiges Profil als durch üppigen Laderaum auf. Ein Konzept, das sich trotzdem durchsetzte und eine Reihe von betont sportlichen bis supersportlichen Varianten zeitigte. Resultat dessen ist, dass in Österreich die Kombiversion 80 Prozent der A4-Zulassungen ausmacht. Das ist einer der Gründe, warum der – wie bereits berichtet – zwar nicht neu wirkende, doch von Grund auf neu gemachte Ingolstädter in beiden Karosserievarianten gleichzeitig seinen Marktstart feiert.

„Im neuen A4 Avant hat Audi das Thema Laden auf ein
noch komfortableres Niveau gehoben.“
Gudrun Glück, Pressesprecherin Audi Österreich

Wie schon beim Viertürer gilt auch für den Lade-A4: Weniger Gewicht, mehr Raum. Es sind bis zu 120 Kilogramm, die abgespeckt wurden. Die Differenz zwischen der Limousine und dem Kombi beträgt rund 50 Kilogramm. Der Raumzugewinn im Avant bedeutet in Bezug auf das Ladeabteil: 15 Liter mehr bei aufrecht stehenden Fondlehnen, damit 505 Liter Basiskofferraum (zuvor: 490 Liter). Bei vorgeklappten Rücksitzlehnen (im Verhältnis 40:20:40 teilbar) erhöht sich das Ladevolumen auf 1.510 Liter (zuvor: 1.430 Liter).

Das klingt nicht nach übermäßig viel Zugewinn, doch es sind Praxisdetails hinzugekommen: Die Ladebreite ist nun auf einen vollen Meter gestreckt. Serienmäßig ist eine elektrisch zu betätigende Heckklappe inklusive selbsttätig – ebenfalls elektrisch – auf- und entrollender Abdeck-jalousie. Ab Basisausstattung wird ein Trennnetz mitgeliefert, ebenso ein Wendeladeboden und eine LED-Innenbeleuchtung. Toppen kann man den Be- und Entladekomfort durch ein optionales Gestensteuerungssystem fürs Öffnen und Schließen der Heckklappe – per Fußkick unter dem Heckstoßfänger.

Das Motorisierungsoffert entspricht zum Marktstart dem der Limousine: Selbstzünder- und Otto-Aggregate in der Leistungsbandbreite zwischen 150 und 272 PS. Allerdings wird der Einstiegsbenziner (1,4-Liter mit 150 PS) erst gegen Ende dieses, Anfang kommenden Jahres bereitstehen. Für eine erste Kombitalentprobe wurden die derzeitigen Topmotoren – 3,0-Liter-Diesel mit 272 PS, 2,0-Liter-Benziner mit 252 PS, beide mit Allradantrieb – im Hinterland von Marseille unter die Lupe genommen.

Auf engwinkeligem Terrain ist er ausreichend wendig, auf weitläufig kurvigen Landstraßen spielt er spielerisch mit seinen Muskeln, auf Autobahnen überzeugt er mit feinster Geräuschdämmung und absolut polterfreiem Abrollkomfort in allen Fahrmodi – von Eco bis Dynamik.

Für 2016 sind weitere Motorisierungen geplant: im Herbst der S4 mit 3.0 TFSI (354 PS), im Winter der g-tron (Erdgas) mit 2,0-Liter-Turbo (170 PS). Über einen möglichen Hybriden gibt Audi derzeit keinerlei Details bekannt. Der RS4 wird frühestens 2017 folgen.

Neu: Audi A4 Avant

Start & Preis. Marktstart ist Mitte November. Benziner: 190 PS ab 41.740 €, 252 PS ab 50.180 €.
Diesel: 150 PS ab 38.230 €, 190 PS ab 43.280 €, 272 PS ab 55.310 €.

Das Basismodell hat: sechs Airbags, elektronische Stabilitätskontrolle, elektronische Differenzialsperre, adaptives Fahrwerk, Klimaautomatik, CD/MP3-Radio, Bluetooth, Tempomat mit Begrenzer, City-Notbremsfunktion (bis 85 km/h), LED-Tagfahrlicht, Xenon- Plus-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung, elektrisch bedienbare Heckklappe und Gepäckraumrollo, Laderaumtrennnetz.
Praktische, nette Extras: Fußgesten-steuerung für die Heckklappe, Schienensystem für den Laderaum, virtuelles Cockpit.

Erwartet: 90 Prozent Diesel, 50 Prozent Allrad, 50 Prozent Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.