Erstellt am 17. November 2014, 09:29

von Thomas Vogelleitner

Alfa Romeo MiTo im BVZ-Test. Italienisch für Anfänger: Der MiTo ist der erste Kleinwagen der Traditionsmarke. Klein, aber oho …

Glubschaugen und das (Alfa-)Herz am rechten Fleck: MiTo. Leidenschaftlich das Design, stimmig die Proportionen. Würde Ferrari Kleinwagen bauen, so könnten sie aus- sehen.  |  NOEN, Alfa Romeo
Kurz zum Namen: MiTo steht für die Städte Milano (Mailand) und Torino (Turin). Aus der einen stammt das Design, in der anderen findet die Produktion statt. Dass das italienische Wort Mito Mythos bedeutet, hat bei der Namensgebung sicher auch eine Rolle gespielt.

Eines der sportlichsten Autos seiner Klasse

MiTo, Mini – der Italiener tritt gegen den deutschen Engländer an. Dementsprechend knackig fährt er sich (sonst hätte er ja null Chancen). Agil geht es von Kurve zu Kurve, satt liegt er auf der Straße, durch fast nichts lässt er sich aus der Ruhe bringen. Ohne Zweifel eines der sportlichsten Autos seiner Klasse!



Den hohen Fahrspaß gibt es (u. a.) dank zwei serienmäßigen Goodies: 1) Fahrdynamiksystem D.N.A. – das heißt: wählbare Fahrzeugcharakteristik (D wie Dynamic, N wie Normal, A wie All Weather), steuert Motor, Bremse, Lenkung, Getriebe und Fahrwerk; 2) Electronic Q2 – wirkt mittels Bremseingriff wie ein selbstsperrendes Differenzial.

Mehr Leistung, weniger Verbrauch

Mit dem 140 PS starken Benzinmotor (es muss nicht immer ein Selbstzünder sein) ist der MiTo so gut wie perfekt motorisiert. Das Zauberwort heißt hier MultiAir – die Ventile werden dabei nicht mechanisch, sondern elektrohydraulisch gesteuert, individuell an jedem Zylinder. Ergebnis: mehr Leistung, weniger Verbrauch und ein direktes Ansprechverhalten. Passt perfekt dazu: Doppelkupplungsautomatik – da braucht man kein Schaltgetriebe mehr!

Fesch: das Interieur. Fein: Materialien und Verarbeitung. Knapp: der Raum im Fond und der Zugang zum Kofferraum. Aber der MiTo muss ja kein Raumwunder sein …

Im BVZ-Test:
Alfa Romeo MiTo 1.4 MultiAir TCT Distinctive

Karosserie: drei Türen, vier Sitzplätze (fünf gegen Aufzahlung möglich), Länge x Breite x Höhe 4.063 x 1.720 x 1.446 Millimeter, Radstand 2.511 Millimeter, Wendekreis 11,25 Meter, Eigengewicht 1.170 Kilogramm, Anhängelast gebremst 500 Kilogramm, Kofferraumvolumen 270 bis 950 Liter.

Motor: Benziner, Turbo, 1.368 Kubikzentimeter, vier Zylinder, 16 Ventile, 140 PS, 250 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 209 km/h, in 8,1 Sekunden auf Tempo 100, 5,4 Liter Super 95 pro 100 Kilometer, 124 Gramm CO2 pro Kilometer, Abgasklasse Euro 6. Kraftübertragung: Frontantrieb, Doppelkupplungsautomatik (sechs Gänge).

Serienausstattung: sieben Airbags, ESP, Fahrdynamiksystem D.N.A., Berganfahrhilfe, Klimaanlage, Audiosystem (CD, MP3, USB, AUX, Bluetooth, Fünf-Zoll-Color-Touchscreen), Lederlenkrad, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Reifendruckkontrollsystem …

Preis: ab 22.160 € (der günstigste MiTo kostet 16.000 €).

Fazit: Von Mailand nach Turin oder von Amstetten nach Wiener Neustadt – der MiTo macht immer Spaß!