Erstellt am 18. Februar 2013, 18:20

BMW ruft 750.000 Autos zurück. BMW ruft wegen Problemen mit der Stromversorgung weltweit rund 750.000 Autos in die Werkstätten. Allein in den USA seien mehr als eine halbe Million Fahrzeuge der Typen Z4 und X1 sowie Wagen der 1er und 3er Reihe betroffen, sagte ein Sprecher des Konzerns am Montag in München. In Europa gebe es keine Rückrufe. Neben den USA müssen Kunden in Kanada, Japan und Südafrika ihre Autos überprüfen lassen.

BMW hatte erst am Freitag weltweit fast 60.000 Geländewagen vom Typ X5 zurückgerufen, 30.000 davon in den USA in die Werkstätten beordert. Die Autoindustrie verzeichnet seit Jahren steigende Rückrufzahlen. In anderen Ländern ist allerdings die Veröffentlichungspraxis aber zum Teil strikter als hierzulande.

Die meisten Fahrzeuge von den 750.000, nämlich gut 500.000, werden dem Sprecher zufolge in den USA in die Werkstätten beordert, gefolgt von Japan (rund 100.000), Kanada (circa 65.000) und Südafrika (etwa 50.000). In Deutschland und Europa seien keine Autos betroffen. Kunden hätten den Konzern auf die Probleme aufmerksam gemacht, Schäden oder gar Unfälle habe es nicht gegeben.

Einer Studie des Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach zufolge bestellt kein anderer deutscher Hersteller in den USA so viele Kunden wegen Mängeln an den Fahrzeugen ein wie BMW. Bei der bisher größten Rückrufaktion in der Geschichte des Konzerns beorderte das Unternehmen im März vergangenen Jahres 1,3 Millionen Autos rund um den Globus in die Werkstätten. Zum Vergleich: 2012 verkauften die Münchner weltweit 1,54 Millionen Wagen ihrer Kernmarke BMW.