Erstellt am 15. September 2014, 09:11

von Thomas Vogelleitner

Das Comeback des Nissan Pulsar. Mit dem Pulsar treten die Japaner wieder in der populären Kompaktklasse an, sagen Golf & Co. wieder den Kampf an.

Der neue Pulsar ist auf den ersten Blick als Mitglied der Nissan-Familie zu identifizieren. Ähnlichkeiten mit den Modellen Qashqai und X-Trail sind natürlich beabsichtigt. Das Interieur ist okay, könnte nur etwas mehr Pepp vertragen.  |  NOEN, Nissan
Sunny, Almera … Die klassische Kompaktklasse gab es bei Nissan auch einmal, ehe man auf den Crossover-Zug aufsprang und mit dem Qashqai viel Geld verdient. Crossover ist aber nicht alles – deshalb bringen die Japaner nach rund acht Jahren Pause (der Tiida war eher nur ein Lückenfüller, wird daher nicht gewertet) wieder einen klassischen Kompakten auf den Markt. Einen, der in der Golf-Klasse auch ganz vorne mitmischen kann. Die Rede ist vom Pulsar.

Alles andere als ein waschechter Japaner

Nissan schließt eine Lücke im Modellprogramm. Der Wagen ist alles andere als ein waschechter Japaner: Das Konzept wurde eigens für Europa abgestimmt, die Fertigung erfolgt in Europa (konkret: in Barcelona).
Als Alternative im Segment der fünftürigen Schräghecklimousinen besitzt der 4.385 Millimeter lange Nissan einige Besonderheiten.

Zum Beispiel den längsten Radstand seiner Klasse (2.700 Millimeter). Das bedeutet auch: großzügigster Knieraum im Fond. Und das Kofferraumvolumen kann sich ebenfalls sehen lassen: mindestens 385 Liter, maximal 1.395 Liter.



Der Pulsar punktet auch mit netten Goodies. So gibt es in der Topversion Tekna serienmäßig das Safety Shield, ein einzigartiges Sicherheitsnetz. Es umfasst unter anderem einen autonomen Notbremsassistenten, eine Bewegungserkennung sowie einen Spurhalte- und einen Totwinkelassistenten.

Etwas Besonderes ist der Around View Monitor (ebenfalls inklusive beim Tekna). Der Blick aus der Vogelperspektive, den das System kennzeichnet, ist in unterschiedlichen Situationen hilfreich – etwa beim millimetergenauen Bugsieren in enge Lücken.

Gutmütig geht es von Kurve zu Kurve

Das Motorenprogramm (immer mit Turbo und Start/Stopp) verbindet Vernunft mit Fahrfreude. Stellvertretend dafür steht der 1.5 dCi mit 110 PS und 3,6 Liter pro 100 Kilometer (entspricht 94 Gramm CO2 pro Kilometer). In die Kategorie „souverän“ kann man das Fahrwerk einordnen – gutmütig geht es von Kurve zu Kurve, ein „Kurvenfresser“ ist er aber nicht.

Zum Abschluss noch kurz zum Namen Pulsar: Ein Pulsar (Kunstwort aus dem Englischen „pulsating source of radio emission“ – „pulsierende Radioquelle“) ist ein schnell rotierender Neutronenstern. Bei Nissan hat der Name übrigens schon lange Tradition.

Neu: Nissan Pulsar

Start & Preis. Die Markteinführung erfolgt am 10. Oktober. Bis zum 31. Dezember gibt es den Pulsar zu einem Kennenlernpreis schon ab 16.990 € (normalerweise ab 17.990 €).

Serienmäßig bei der Einstiegsversion Visia: sechs Airbags, ESP, aktive Spurkontrolle, Tempomat und Geschwindigkeitsbegrenzer, Reifendruckkontrollsystem, Klimaanlage, Audiosystem, Bluetooth.

Zwei Motoren stehen beim Start zur Auswahl: ein Benziner (1.2 DIG-T mit 115 PS, auf Wunsch auch mit einer Automatik zu haben) und ein Diesel (1.5 dCi mit 110 PS). Wird im Frühjahr 2015 nachgereicht: 1.6 DIG-T mit 190 PS. Auch eine Nismo-Sportversion könnte kommen. Allrad-, Elektro- oder Hybridantrieb? Nichts geplant.