Erstellt am 26. August 2013, 10:12

Das dürfen nur wir Europäer. Kia | cee’d GT – das heißt: Kompaktsportler mit einem bärenstarken 204-PS-Triebwerk, mit einem tollen Preis/Leistungs-Verhältnis. Korea greift den VW Golf GTI an!

 |  NOEN, Lena Barthelmess
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Verdient gemacht hat sich der Kia cee’d – sei es als Dreitürer (pro_cee’d), sei es als Fünftürer, sei es als Kombi (cee’d_SW) – in den Kriterien Zuverlässigkeit, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Seit seiner Modellerneuerung ist Sportlichkeit dazugekommen. Er schaut jetzt nicht mehr bieder und brav aus, sondern schick und dynamisch – auch wenn die Antriebe auf der eher braven Seite angesiedelt sind.



Nicht mehr nur … Denn die starke Europa-Orientierung Kias trägt nicht allein optische Früchte: Der in Deutschland entwickelte Koreaner darf jetzt wirklich auch emotional und sportlich sein – Drei- und Fünf-türer treten ab sofort in einer zusätzlichen GT-Version an.

Hinter der Leistungsbereitschaft versprechenden Typenbezeichnung steckt der bereits gut bekannte 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner. Dessen Power steigt dank (Turbo-)Beatmung auf 204 PS bei 6.000 Umdrehungen pro Minute, das Drehmomentmaximum wird mit 265 Newtonmeter angegeben. Kombiniert ist der Motor mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe. Auf die Verdaulichkeit der höheren Leistung wurde der Kompakte mit strafferem Fahrwerk und neu abgestimmten Bremsen vorbereitet. Damit ist er gut für den 0-auf-100-Sprint in 7,7 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von exakt 230 km/h. Trotz dieser Leistungsfähigkeit kann sich der Treibstoffverbrauch sehen lassen: Kia gibt einen Durchschnittsverbrauch von 7,7 Liter pro 100 Kilometer an (CO2: 171 Gramm pro Kilometer).
 

„Mit dem cee’d GT
haben wir ein gegebenes Versprechen nun eingelöst und umgesetzt – das der Sportlichkeit!“

Gilbert Haake, Pressesprecher Kia Austria

Weil das Auto – wie alle anderen Kia-Modelle auch – von Peter Schreyer, Kia-Chefdesigner und Schöpfer der Auto-Ikone Audi TT, gezeichnet wurde, sind Sorgen, der cee’d GT könnte stilistisch ins Halbstarken-Milieu abgleiten, unberechtigt. Optisch unterscheidet er sich durch einen eigens gestalteten Kühlergrill (mit roter Zierleiste), tief heruntergezogene Front- und Heckstoßfänger, Seitenschweller und charakteristisches LED-Tagfahrlicht (vier würfelförmige Leuchten) von den „normalen“ cee’d-Versionen. 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und rot lackierte Bremssättel sind ebenso mit an Bord. Nichts davon wirkt wie billiges Baumarkt-Tuning, alles fügt sich gekonnt in ein sport-
liches Ganzes (der Name Schreyer bürgt eben für Qualität). Blick in den Innenraum: Recaro-Sitze aus Leder und Velours, Pedale aus Aluminium … zudem gibt es eine vorbildliche Ergonomie und ausreichend Platz. Egal ob Armaturenträger, Applikationen in Klavierlackoptik und weichem Plastik oder die Chromringe um die Instrumente – der Material-Mix macht einen hochwertigen Eindruck und fühlt sich auch so an.

Seine Sporttalente konnte das 4,3 Meter lange cee’d-Topmodell auf den kleinen und feinen Sträßchen rund um den Semmering unter Beweis stellen. Der Antrieb ist munter und elastisch, er knurrt, wenn auch verhalten. Der Wagen zirkelt willig um jegliche Kurvenradien, das Fahrwerk kommt dabei nicht aus der Ruhe, die Dämpfung ist ein wenig stoßig, die Bremsen sprechen promptest an.

Die Talentprobe als Sportlicher hat er souverän bestanden. Das wird er übrigens nur in Europa weiterhin tun, denn er ist ausschließlich für die Europäer gemacht – und nur diese dürfen im Kia cee’d sportlich Gas geben …