Erstellt am 13. April 2015, 11:40

von Thomas Vogelleitner

Mercedes-Benz CT im BVZ-Test. So vielseitig wie das Leben – die Rede ist vom C-Klasse-Kombi.

Stilvoll ein praktisches Auto fahren: Der »CT« ist ein absoluter Eyecatcher und überzeugt auch mit inneren Werten. Der Kombi ist übrigens bis zur B-Säule baugleich mit der Limousine.  |  NOEN, Mercedes-Benz
Kleiner Etikettenschwindel: Der C180 müsste eigentlich C160 heißen, denn unter der Motorhaube arbeitet ein 1,6-Liter-Benziner. Egal. So oder so leistet der 156 PS starke Vierzylinder mit der siebengängigen Automatik tolle Arbeit! Mehr braucht man nicht. Kraft gibt es reichlich – und bezüglich Verbrauch ist der Kombi (heißt bei den Stuttgartern traditionellerweise T-Modell) kein Freund der Tankstellenpächter.

Leichtfüßig und agil von Kurve zu Kurve

Wir kamen bei „normaler“ Fahrweise im Schnitt auf 6,5 Liter (auch dank Leichtbauweise) – das kann sich sehen lassen! Serienmäßig gibt es nur einen 41-Liter-Tank, gegen Aufzahlung kann man auf 66 Liter erhöhen.

Ebenso wie die Motor/Getriebe-Kombination überzeugte uns auch das Fahrwerk. Leichtfüßig und agil geht es von Kurve zu Kurve, die Fehler der Straßenbauer werden (meistens) mit links weggesteckt, man hat immer ein gutes Gefühl. Gleich-zeitig wird man von einem hohen Fahrkomfort verwöhnt.

Übrigens: Die C-Klasse kann auch mit einer Luftfederung (Airmatic) ausgerüstet werden (von der Sänfte bis zum Topsportler) – als erstes Auto in ihrem Segment. Motor-, Abroll- und Windgeräusche? Auf ein absolutes Minimum reduziert – das finden wir einfach herrlich!



Das an der S-Klasse orientierte Design steht dem Lifestyle-Laster sehr gut. In die Kategorie „geht voll okay“ kann man das Platzangebot einordnen. Kein Raumwunder, aber trotzdem fein. Auf der Fondbank halten es auch Erwachsene länger aus, die Rücksitzbank lässt sich übrigens im Verhältnis 40:20:40 umklappen.

Umlegen per Knopfdruck erledigen

Das Umlegen kann man, sehr fein, per Knopfdruck erledigen. Noch edler geht es dann mit dem optionalen Hands-Free-Access-System: Damit lässt sich die Heckklappe freihändig und berührungslos öffnen und schließen, dazu genügt eine Fußbewegung im Bereich des hinteren Stoßfängers.

Das Interieur präsentiert sich (typisch Mercedes-Benz) hochwertig und vorbildlich ergonomisch. Der auf dem Cockpit aufgesetzte Multifunktionsbildschirm ist Geschmackssache, dürfte derzeit aber „in“ sein. Langstreckentauglich präsentieren sich die Sitze: 500 Kilometer in einem Stück spürt man überhaupt nicht. Ebenfalls typisch Mercedes-Benz: die hohe Sicherheit.

Empfehlenswertes Extra: Die Distronic Plus mit Lenkassistent und integriertem Stop&Go-Pilot ist ein teilautonomer Stauassistent, der sich bis 60 km/h zusätzlich zu den Bodenmarkierungen am vorausfahrenden Fahrzeug orientieren kann und so ein sicheres, komfortables Mitschwimmen in der Kolonne ermöglicht.

Weltpremiere im „CT“ feiern die Dienste Mercedes connect me, die es zum Beispiel ermög-lichen, sich jederzeit von überall mit dem Fahrzeug zu verbinden und online den Tankfüllstand abzufragen.

Im BVZ-Test:
Mercedes-Benz C180 T-Modell 7G-Tronic Plus

Karosserie: fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.702 x 1.810 x 1.457 Millimeter, Radstand 2.840 Millimeter, Wendekreis 11,22 Meter, Eigengewicht 1.500 Kilogramm, gebremste Anhängelast 1.800 Kilogramm, Kofferraumvolumen 490 bis 1.510 Liter, Tankinhalt 41 Liter.

Motor: Benziner, Direkteinspritzer, vier Zylinder, 16 Ventile, 1.595 Kubikzentimeter, 156 PS, 250 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 221 km/h, in 8,7 Sekunden auf Tempo 100, 5,6 Liter Super 95 pro 100 Kilometer, 129 Gramm CO2 pro Kilometer, Abgasnorm Euro 6.

Kraftübertragung: Heckantrieb, Automatikgetriebe (sieben Gänge).

Preis & Serienausstattung: ab 40.934,22 € – sieben Airbags, ESP, Seitenwind- und Kurvendynamik- Assistent, Müdigkeits- und Kollisionswarner, Agility-Control-Fahrwerk, Klimaautomatik, Audiosystem, Bluetooth, Start/Stopp-Funktion, LED-Tagfahrlicht.

Extra: Fahrassistent-Paket Plus 2.803,20 e (u. a. Distronic Plus, Toter-Winkel-Assistent, Spurhalte- Assistent, Kreuzungs-Assistent).

Fazit: Der Stern strahlt hell …