Erstellt am 14. Juli 2014, 08:50

von Beatrix Keckeis-Hiller

Der neue Skoda Octavia Scout. Zur neuen Octavia-Generation gehört auch ein neues Scout-Derivat. Plus Skoda-Premiere: Diesel mit Allrad und DSG.

Ein kraftvoller Charaktertyp, der immer und überall eine gute Figur macht: Octavia Scout.  |  NOEN, Skoda

Echt erdig und sehr charmant sein – das sind keine Gegensätze. Den Beweis dafür tritt das neueste Derivat des erst kürzlich rundum erneuerten Octavia an: der Scout.

Die Pfadfinderei hat bei Skoda Tradition. Bereits der Vorgänger überzeugte (siehe Absatzzahlen) mit souveränen Asphalt- und Schlechtwegeeigenschaften.

Bullig und trotzdem hoch elegant

Dementsprechend hat der Neue (auf Basis der Combi-Version) einen permanenten Allradantrieb in Form der neuesten, der fünften Generation der bewährten Haldex-Kupplung (aus dem VW-Konzernregal), und robuste Rundumbeplankung nebst einer Erhöhung der Bodenfreiheit auf 171 Millimeter (plus 31) sowie ein entsprechendes Ausrüstungspaket in Form von Unterfahr- und Unterbodenschutz mitbekommen.

Die Karosserieanhebung steht dem Tschechen gut zu Gesicht. Er wirkt bullig und trotz der unverhohlenen Kunststoffmitgift hoch elegant. Damit ist er für die Flaniermeile ebenso fit wie für Schotterwege und vom Regen aufgeweichte schlammig-schlüpfrige Waldpfade – wie er bei der Präsentation in der Lüneburger Heide rund um Hamburg bewiesen hat.

Umfassendes Design- und Technik-Update

Als Krönung des Testprogramms erklomm er im ADAC-Fahrtechnikzentrum Hansa-Ring mit stoischer Souveränität steile Auf- und Abfahrten – ganz ohne Bergabfahrhilfe! Ob auf festem oder losem Untergrund machte sich zudem die erfolgte Feinarbeit an Fahrwerk, Federung, Dämpfung und Lenkung überzeugend spürbar. Auch an Bremsen gibt es nichts zu bekritteln – selbst bei langer und steiler Bergabfahrt.

Neben dem umfassenden Design- sowie Technik-Update hat Skoda für den Octavia Scout das Antriebsangebot verfeinert. Zur Auswahl stehen ein 1,8-Liter-Benziner (TSI) mit 180 PS und zwei Versionen eines 2,0-Liter-Diesels (TDI) – einer mit markigen (und mehr als ausreichenden) 150 und einer mit bärigen 184 PS.

Zweiterer offeriert eine Novität bei Skoda: Erstmals gibt es die Kombination aus Selbstzünder und Allradantrieb mit einem Doppelkupplungsgetriebe (sechs Stufen). Via DSG werden die Gänge auch beim geschmeidig laufenden Benziner sortiert, beim kleineren Selbstzünder wird manuell geschaltet.

Selbstredend erfüllen alle Motorisierungen die Anforderungen der EU-6-Abgasnorm (ab September 2015).

Ein starkes Argument für Pferdefans

Bei allem Saft und Kraft soll der Verbrauch auch des starken Diesels nicht ausufern: Skoda gibt für ihn, ebenso wie für den 150-PS-Kandidaten, einen Normmix-Konsum von 5,1 Liter pro 100 Kilometer an, bei einer CO2-Emission von 134 bzw. 129 Gramm pro Kilometer. Auch der Benziner ist laut technischen Angaben kein Schluckspecht: 6,9 Liter (158 Gramm CO2).

Last but not least: Um die meisterlichen Asphalt- und Schottereigenschaften des neuen Octavia Scout zu vervollständigen, hat er die Fähigkeit mitbekommen, Anhänger mit einem Gewicht von bis zu zwei Tonnen zu ziehen (plus 25 Prozent) – ein starkes Argument für Pferdefans. Und bei umgelegtem Beifahrersitz können bis zu 2,92 Meter lange Gegenstände transportiert werden.

„Flexibel und vielseitig einsetzbar– der Octavia Scout zeigt die Stärken der Marke Skoda.“

Sebastian Scheibl,
Pressesprecher
Skoda Österreich


Neu: Skoda Octavia Scout

Start & Preis. Ab sofort bestellbar, Markteinführung Mitte September. Benziner: 180 PS ab 35.400 €. Die-
sel: 150 PS ab 32.840 €, 184 PS ab 35.900 €. Das Einstiegsmodell hat: sieben Airbags, elektronische Stabilitätskontrolle, Antischlupfregelung, Multikollisionsbremse, permanenter Allradantrieb, elektronische Differenzialsperre (an beiden Achsen), Klimaautomatik, Sitzheizung vorne, CD/ MP3-Radio, LED-Tagfahrlicht, 17-Zoll-Aluminiumräder.

Prognostizierter Motorenmix: ein Prozent 180-PS-TSI, 60 Prozent 150-PS-TDI, 39 Prozent 184-PS-TDI. Voraussichtlicher Anteil des Scout am Octavia-Gesamtvolumen (in Österreich): rund zehn Prozent (von etwa 7.000 Einheiten pro Jahr), vom Vorgänger wurden seit 2007 3.075 Stück verkauft.