Erstellt am 16. September 2012, 17:54

Die Familie ist komplett. Opel / Die Rüsselsheimer geben beim Astra ordentlich Gas: Nach Dreitürer, Fünftürer und Kombi geht jetzt die viertürige Limousine neu an den Start – mit einem dynamischen Design.

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Von Beatrix Keckeis-Hiller

Ostwärts weht der Wind im Fahrzeuggeschäft. Einige der größten Hoffnungsmärkte liegen derzeit jenseits des Balkans. Liefen Autosalons in Asien, abgesehen von Tokio, bis vor kurzem – vom Westen aus betrachtet – unter fern und noch ferner liefen, liefern die etablierten Hersteller nunmehr große Neuheiten-Shows in Peking und Moskau. Die MIAS in Russlands Metropole war auch Plattform für die Weltpremiere des neuesten Mitglieds in Opels kompakter Baureihe: der Astra-
Limousine, der vierten Astra-
Karosserieversion (und damit ist die Astra-Familie komplett). Aus gutem Grund: Während kompakte Stufenheckautos in Westeuropa sich weniger großer Beliebtheit erfreuen, tun sie das in hohem Maße im Osten Europas und – weit – darüber hinaus: als Statussymbol.

Nun ist es so, dass das stufige Heck der Astra-Limousine so stufig, sprich eckig, nicht ist. Es schmiegt sich fließend, im Stile des Mittelklasse-Bruders Insignia, an die Basiskarosserie. Der hintere Überhang ist um 25 Millimeter länger als der vordere, die Seitenlinie wirkt dennoch gut ausgewogen. Im verlängerten Rücken haben 460 Liter Ladegut Platz (um 90 Liter mehr als der Fünftürer, maximal sind 1.010 Liter möglich). Wie ihre Brüder (Drei- und Fünftürer, Kombi) weist die 4,66-Meter-
Limousine einen Radstand von 2,69 Metern auf.

Mit dem Auftritt des Stufenheck-Kandidaten fließt auch ein Facelift in die Astra-Baureihe ein. Erkennbar ist es am Exterieur zum Beispiel an der akzentuierten und schärfer gestalteten Front, anhand von schwarzen und verchromten Stilelementen, im Interieur unter anderem an neuen Textilien sowie frischen Farben und neuen lackierten Dekors.

In Österreich wird die Limousine mit zwei Diesel- und drei Benzinmotoren angeboten. Die Selbstzünder sind ein 1,3-Liter mit 95 PS und ein 1,7-Liter mit wahlweise 110 oder 130 PS. Die Otto-Fraktion wird vertreten durch einen 1,4er mit 100 PS, einen 1,6er mit 115 PS und einen 1,4er-Turbo mit 140 PS (auch mit automatischem Sechs-Stufen-Getriebe). Bei Verbrauchs- und Emissions-Kultur ist der schwächere der 1,7-Liter-Ölbrenner der Spitzenkandidat: Er soll im Schnitt mit 3,7 Litern auskommen (u. a. Start/Stopp) und dabei nur 99 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren.

Mit seiner Länge kratzt der Kompakte an der Mittelklasse. Segmentsgrenzen überschritten werden in jedem Fall angesichts des Angebots an elektronischen Hilfssystemen: Frontkamera, Spurhalteassistent, Abstands- und Kollisionswarner sind zu haben.

Die Astra-Limousine hat einen

angenehm großen Kofferraum.