Erstellt am 16. September 2013, 12:12

Die Show der Gegensätze - Mit Fotos!. 159 Weltpremieren | Bis kommenden Sonntag zeigt die 65. Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt/Main, mit welchen Autos wir künftig fahren werden.

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Von Thomas Vogelleitner und Heinz Müller

Hat da irgendjemand von Krise gesprochen? Ja, es stimmt: Europas Pkw-Markt ist heuer um mehr als fünf Prozent gesunken. Doch wer dieser Tage die IAA in Frankfurt/Main besucht, merkt nichts davon.
Ganz im Gegenteil: Vor allem die Stände der deutschen Premium-Hersteller sind größer denn je. Und auch alle anderen Autoproduzenten zeigen den rund 900.000 Besuchern, die bis 22. September in den Hallen erwartet werden, ihre neuesten Erzeugnisse.



Die 159 Weltpremieren (1.091 Aussteller aus 35 Ländern sind auf der IAA) gehen in alle nur erdenklichen Richtungen. Dennoch wollen wir versuchen, die wichtigsten Trends auszuloten.
Da wäre einmal jener, dass jede noch so kleine Nische von den Herstellern besetzt wird. Jeder will möglichst viele verschiedene Autos produzieren, um nur ja niemand anderem einen Kunden zu überlassen.
Am zweitwichtigsten erscheint wohl, dass die Elektroautos nun vor allem durch das starke Engagement von BMW und VW eine echte Chance haben, sich durchzusetzen – auch wenn die Infrastruktur nach wie vor kaum vorhanden ist und Förderungen nach wie vor fehlen.

Einigermaßen überraschend kommt auch, dass selbst jene Hersteller, die sich bisher auf noble Limousinen gestützt haben, am boomenden Segment der SUV mitnaschen wollen – wie beispielsweise Jaguar.
Der krisengeschüttelte französische PSA-Konzern gibt mit der Studie Citroën Cactus und dem Peugeot 308 ein kräftiges Lebenszeichen von sich, auch Opel ist von neuem Optimismus beseelt. Auffallend ist auch, dass Skoda und Seat mit dem Rapid Spaceback bzw. dem Leon ST dem so übermächtig scheinenden VW Golf mit all seinen Derivaten so stark den Kampf ansagen wie noch nie.

Und dass die einst so starken Japaner mit Modellen wie dem Mazda3 oder dem Honda Civic Tourer verlorene Kunden zurückholen wollen.
Das könnte gelingen, obwohl die Konkurrenz, vor allem jene aus Korea, nicht schläft.
Und da wären noch die Chinesen. Oder doch nicht: Sie glänzen – mit einer Ausnahme – auf der wichtigsten Automesse der Welt durch Abwesenheit …
Anbei ein kleiner Überblick der IAA-News – vielleicht ist Ihr nächstes Auto dabei!
www.iaa.de