Erstellt am 02. Februar 2011, 13:36

Die Saubermänner kommen. ELEKTROAUTOS / Sie sind leise. Sie sind sauber. Sie rollen schon heuer auf Österreichs Straßen. Ein Überblick über die ersten Stromtriebler – von Chevrolet bis Peugeot.

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VON MICHAELA FLECK

Das Auto der Zukunft? Fährt mit Strom. Sagen (fast) alle. Und das nicht erst in zehn Jahren, sondern schon heuer. Genauer: Schon jetzt! Denn: Die ersten Pioniere in Sachen Elektroantrieb stehen bereits in den Verkaufsräumen. Und die nächsten scharren schon in den Startlöchern. Hier ein Überblick – über alle, die noch heuer von der Steckdose auf Österreichs Straßen rollen.

Die Ersten? Laufen, nein: surren schon. Und das gleich im Dreierpack. Denn Citroëns C-Zero, Mitsubishis i-MiEV und Peugeots iOn sind nicht nur Brüder im Geiste, sondern auch unter dem Blech. Nicht einmal 3,5 Meter lang, gut eine Tonne schwer, Platz für vier Personen und Reserven für 150 Kilometer. Reichweite heißt das bei den Stromtrieblern. Und die geht pro Ladung (dauert an einer 230-Volt-Steckdose etwa sechs Stunden). Zwischen 64 und 67 PS leisten die drei Elektromotoren, und brauchen nicht nur null Sprit, sondern haben auch noch null Emissionen (und machen null Lärm). Preise? Ab 35.946für den C-Zero, ab 35.900für den i-MiEV, ab 35.460für den iOn (die NoVA entfällt).

Der Nächste? Kommt schon im Herbst. Und ist um ein Eck größer als das zuvor erwähnte Trio. Ampera heißt Opels Familienfahrzeug, das (auch) nur mit Strom fährt. Und das bis zu 80 Kilometer weit, danach wird ein (benzingetriebener) Generator zugeschaltet, der den Ampera bis zu 500 Kilometer weit antreibt. Aufgeladen ist der gut 4,4 Meter lange Fünftürer in nur drei Stunden, die Nennleistung beträgt 150 PS, und Platz ist im Ampera reichlich für vier Personen (plus 301 Liter Kofferraum). Preis? Ab 42.900(inklusive Batterie). Verwandt ist Opels Ampera mit einem weiteren Strompionier, nämlich Chevrolets Volt. Hat dieselbe Antriebstechnologie (nämlich eine Batterie für Kurzstrecken plus einen benzingetriebenen Generator für Langstrecken) unter dem Blech. Und kommt damit, wie auch der Ampera, auf über 500 Kilometer Reichweite und 161 km/h Höchstgeschwindigkeit. Österreich-Start: gegen Ende des Jahres.

Und noch ein Saubermann rollt gegen Ende des Jahres auf unsere Straßen: Nissans Leaf. Genauso lang wie Ampera und Volt, hat Platz für fünf Personen oder bis zu 680 Liter Laderaum (bei umgeklappten Rücksitzen). 109 PS leistet der E-Motor des Leaf, kommt auf maximal 144 km/h und reicht rund 160 Kilometer weit. Aufgeladen ist er in gut acht Stunden – oder, mit dem Schnellladesystem „quick charge“, in weniger als 30 Minuten (auf 80 Prozent seiner Kapazität). Für (sehbehinderte) Fußgänger hat der Leaf, das „Auto des Jahres 2011“ noch ein spezielles Akustik-System an Bord. Preis? Wird noch nachgereicht.