Erstellt am 25. November 2013, 11:25

Elegant, rank & schlank. Audi | Als vierte A3-Variante haben die Ingolstädter das Cabriolet erneuert und startklar gemacht. Geblieben ist es beim Stoffdach, neu sind die äußere und innere Größe.

Macht offen und geschlossen eine gute Figur: neues A3 Cabriolet. Die Karosserie wirkt solide und lässt sich auch durch Unebenheiten oder schlechte Straßen nicht ins Zittern bringen. Fällt sofort auf: Die dicken Überrollbügel hinter den Fondsitzen gehören der Ver- gangenheit an - danke!  |  NOEN, Foto: Audi
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Ein Cabriolet gehört einfach dazu, in der Modellpalette eines Komplettanbieters. Auch wenn der Gesamtmarktanteil der Offenen – in Österreich – gerade einmal bei einem Prozent liegt. Davon sind 55 Prozent Vertreter des Kompaktsegments. Ein triftiger Grund für Audi, die Erneuerung der 3er-Baureihe mit einem Cabriolet abzuschließen. Und anzuknüpfen an das Vorgängermodell – in Form eines klassischen Stoffverdecks.

Doch darüber hinaus ist beim Neuen etliches anders. Vor allem der Unterbau: Der aufmachbare Ingolstädter steht auf der Basis des Stufenheck-A3! Angesichts der gestreckten Außenlänge (um 183 Millimeter) auf insgesamt 4,421 Meter – und nunmehr 1,793 Metern Breite (plus 28 Millimeter) bei etwas niedrigerer Höhe von 1,409 Metern (minus 15 Millimeter) steht er nicht mehr so leicht pummelig da wie bisher, sondern elegant rank & schlank. Bei gleichzeitig verlängertem Radstand – 17 Millimeter länger, ergibt 2,595 Meter – kommt der gewonnene Raum besonders dem Fond zugute, wo selbst zwei Erwachsene recht bequem mitfahren können – und ebenso dem Kofferabteil, das bei geschlossenem Dach 320, bei geöffnetem Verdeck 275 Liter aufnehmen kann. Sollte man nur zu zweit unterwegs sein, steht die Rücksitzbank als Gepäckreservoir bereit, die Lehnen sind klappbar.

x  |  NOEN, Foto: Audi
Damit verknüpft Audi Freiluftvergnügen mit Praxistauglichkeit. Das gilt für das ganze Jahr, denn das Dach ist in luftzug- und geräuschtechnischer Hinsicht fast so dicht wie ein blechernes. Damit taugt das Cabriolet auch für den Winter. Sollte an kalten Tagen die Sonne scheinen, kann man es wagen, das Dach aufzumachen (das funktioniert auf Knopfdruck, vollautomatisch in 18 Sekunden, während der Fahrt bis Tempo 50 möglich). Optional gibt es nicht nur eine Sitz-, sondern auch eine Kopfraumheizung. Mit nicht abgesenkten Scheiben und aufgestelltem Windschild ist man – außer vor Niederschlag – geradezu eingehüllt.

Dieselbe Sorgfalt wie beim Zugluftschutz haben die Ingolstädter für den Viersitzer insgesamt aufgewendet. Von der Verarbeitung bis zu Fahrwerk, Lenkung und Bremsen ist alles perfekt aufeinander abgestimmt. Auch die Motoren sind so gut gedämmt, dass das A3 Cabriolet so gut wie keine Stimme hat, egal, um welche Motorisierung es sich handelt. Davon stehen vorerst zwei Benziner und ein Diesel zur Auswahl: entweder ein 1.4 TFSI mit 140 PS oder ein 1.8 TFSI mit 180 PS oder ein 2.0 TDI mit 150 PS. Der 180-PS-A3 ist mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe (S tronic) erhältlich. Weitere Motoren werden folgen – da-runter der Einstiegsbenziner (1.4 TFSI) mit 125 PS und der Einstiegsdiesel (1.6 TDI) mit 105 PS. Den 2.0 TDI wird es auch mit Allradantrieb geben. Und voraussichtlich im Sommer folgt, als Topmodell, das S3 Cabriolet mit 300 PS.

Neu: Audi A3 Cabriolet
Start & Preis. Vorverkauf ab sofort, Markteinführung im Februar. Benziner: 140 PS ab 33.470 €, 180
PS ab 38.590 e€. Diesel: 150 PS ab 35.990 €. Voraussichtlich ab Jahreswechsel bestellbar: Benziner mit
125 PS – ab 31.950 €.
Das Einstiegsmodell Attraction hat: sieben Airbags, ESP, elektromechanische Parkbremse mit Anfahrhilfe,
16-Zoll-Aluminiumräder, Klimaanlage, CD/MP3-Radio. Optional gibt es u. a.: Akustikverdeck (unterdrückt die Geräusche noch mehr) ab 308,26 €, Spurhalteassistent 738,82 €, Voll-LED-Scheinwerfer ab 886,06 €, Spurwechselassistent 1.206,82 €, Business-Paket (u. a. Diebstahlwarnanlage, Navigationssystem, Bluetooth) ab 1.538,78€
Prognostizierter Anteil des Cabriolets an der A3-Karosseriepalette: sieben Prozent. Motoren: 45 Prozent Diesel. Getriebe: 75 Prozent manuelle Schaltung. Kraftübertragung: zehn Prozent Allradantrieb.