Erstellt am 03. Oktober 2011, 00:00

Elektroauto zum 100. Geburtstag. CHEVROLET / Zum 100-Jahr-Jubiläum schenkt sich die in Europa verwurzelte US-Schmiede einen Elektriker namens Volt.

 |  NOEN
VON BEATRIX KECKEIS-HILLER

Die Spannung ist Programm, im Chevrolet Volt. Spannend ist das Thema Elektromobilität allemal. Zumal es bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen (noch) hoch spannend ist, wie weit die Energie aus der Batterie wirklich reicht. Dem hält Chevrolet im Volt ein Argument namens „Reichweitenverlängerung“ entgegen. Was heißt, dass ein 86-PS-Benzinmotor (kommt aus Wien-Aspern) der Batterie dann zu frischem Saft verhilft, wenn die 150 PS starken Elektromotoren (zwei an der Zahl) den Akku leer gesaugt haben. Und zwar, indem er nicht hilfreich die
Antriebsräder voran-, sondern einen Stromgenerator antreibt. Das soll in Summe gut sein für 500 Kilometer im Prinzip rein elektrische Fahrt.

Der Volt durfte zur Premiere auch in die Berge – an den Geburtsort des Firmengründers, Louis Chevrolet, ins 1000 Meter hoch gelegene La-Chaux-de-Fonds. Ist eine Batterie-Ladung (die Lithium-Ionen-Batterie wiegt 198 Kilogramm) im Flachland gut für rund 80 Kilometer, so verbraucht die für Steigungen erforderliche Energie naturgemäß wesentlich schneller den elektrischen Saft. Ist es nach rund 40 bis 50 Kilometern so weit, schaltet sich das Benzin-
aggregat automatisch dazu. Es hält sich akustisch auch weitgehend im Hintergrund, wird jedoch ein wenig knurrig, wenn es dann doch steil bergauf geht.

Der Elektro-Volt (maximales Kofferraumvolumen: 1005 Liter) ist alles andere als eine „lahme“ Ente – laut Chevrolet schafft er eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, Tempo 100 ist nach rund neun Sekunden erreicht. In den USA ist der Volt seit 2010 im Handel. Eine Studie hat ergeben, dass die Fahrzeughalter im Schnitt über 1600 Kilometer zurücklegen, bevor der Benzintank erneut gefüllt werden muss.