Erstellt am 03. Dezember 2012, 08:45

Emotionaler, dynamischer. Toyota | Sportlicher, leichter und noch sauberer ist der neue Auris geworden. Hauptaugenmerk liegt auf der Hybridversion.

 |  NOEN, D.Fontenat
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Toyota steht für Vernunft. Innovative Technik, Solidität und Sparsamkeit stehen im Vordergrund. Emotionen sind, trotz sportlicher Gene – siehe Formel I, siehe Rallye-Sport – zunehmend in den Hintergrund gerückt. Doch sie sind (noch) da, siehe GT86. Und der färbt auf die anderen Modellreihen ab – wie auf den neuen Auris.

Nun ist dieser zwar nicht dezidiert ein Sport- und Spielmobil. Doch ist der Kompakte alleine optisch wesentlich dynamischer und sportlicher als sein Vorgänger (seit 2007 als Corolla-Nachfolger auf dem Markt). Niedriger (um 55 Millimeter), länger (um 30 Millimeter), selbstbewusster das Aussehen – mit neuem Markengesicht („Keen-Look“, größeres Logo, schmalere Scheinwerfer, serienmäßiges LED-Tagfahrlicht) und feschem Heck (muskulöse Schultern, neu gezeichnete Leuchten).

Das frisch eingerichtete Interieur wirkt etwas konservativer, es ist geräumiger geworden – weiterer Verstellbereich der Vordersitze, mehr Knieraum im Fond, etwas größerer Kofferraum (360 Liter, plus sechs Liter). Und es wirkt dank neuer Materialien auch (angenehm) hochwertiger.

Die zweite Auris-Generation präsentiert sich noch sparsamer, noch sauberer. Dem zugrunde liegt der Einsatz von leichteren Materialien an der Karosserie (hat um bis zu 85 Kilogramm abgespeckt, insgesamt ab 1.225 Kilogramm). Im Verein mit der neuen Niedrigkeit und der Karosserietieferlegung um zehn Millimeter wurde die Aerodynamik optimiert (0,277, klassen-bester cw-Wert). Dass auch der Schwerpunkt weiter nach unten gewandert ist, wirkt sich in dynamischerem Fahrverhalten aus, wozu ebenso die Feinbearbeitung an Fahrwerk und Lenkung beiträgt. Unter dem Strich macht der neue Toyota eine wirklich sportliche Figur – Sparen kann auch Spaß machen!

Trotz dynamischerer Auslegung wurde noch mehr Sparpotenzial anerzogen. Für die gesamte Motorenpalette konnten die durchschnittlichen CO2-Emissionen um 13 Prozent auf 109 Gramm pro Kilometer gesenkt werden! Das antriebsseitige Aushängeschild ist die Hy-bridversion. Gegenüber dem Vorgänger, der 2010 debütiert hat, wurde nicht nur die Kombination aus 1,8-Liter-Benzin- und Elektromotor (Systemleistung 136 PS) optimiert, die Japaner haben auch bauliche Änderungen vorgenommen: So ist der Akku unter die Fondbank gewandert. Fad ist das Hybridfahren nicht, in der Praxis nicht anders als mit konventionellen Verbrennungsmotoren. Den 0-auf-100-Sprint schafft man in 10,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 180 km/h angegeben. Der Verbrauch? Brave 3,8 Liter pro 100 Kilometer. Wenn er auch noch auf 15-Zöllern rollt, soll der CO2-Emissionswert bei 87 Gramm pro Kilometer liegen.
Mit dem Auris Hybrid will Toyota, gemeinsam mit dem Yaris Hybrid, eine Schlüsselrolle einnehmen. Europaweit wird mit einem Anteil von rund einem Drittel gerechnet. Der Österreich-Importeur legt diese Latte höher – auf bis zu 45 Prozent …

Neu: Toyota Auris
Start & Preis. Markteinführung am 9. Jänner. Die Preise standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest, werden aber unter jenen des bisherigen Auris liegen (in Deutschland ist das Basismodell um 700 € günstiger).
Das Auris-Einstiegsmodell heißt Young und hat serienmäßig: sieben Airbags, Stabilitätskontrolle, Berg-anfahrhilfe, Klimaautomatik, CD-Radio mit USB-Anschluss. Motoren?
Drei Diesel (90, 124, 180 PS), zwei Benziner (99, 132 PS) sowie ein
Vollhybrid (136 PS).