Erstellt am 10. Februar 2014, 11:36

Erfolg programmiert. Nissan | Der kompakte Crossover-SUV Qashqai („Kaschkai“) startet optisch und technisch erneuert sowie ausstattungsseitig aufgewertet in die zweite Generation.

Was wäre Nissan ohne den Qashqai? Die zweite Generation wurde komplett neu entwickelt. Fahreindruck? Noch hochwertiger, noch besser als der Vorgänger ...  |  NOEN, Foto: Nissan
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Es kommt nicht selten vor, dass ein neues Auto bereits vor seinem Marktstart Preise einheimst. Nicht so oft passiert es aber, dass die Nachfolge-Generation eines Fahrzeugs als „Car of the Year“ betitelt wird, bevor es in den Schauräumen steht. Doch das gibt es! Siehe Nissan Qashqai, der seit seiner Premiere im Jahr 2007 in Österreich 27.000 Mal verkauft wurde und der jetzt in seiner zweiten Auflage – ab Mitte Februar – voraussichtlich ebenso durchstarten wird wie in seiner ersten. Der Grund dafür ist nicht nur, dass ihm das renommierte britische Magazin „What Car?“ den Titel „Auto des Jahres“ verliehen hat oder das deutlich schärfere und markantere Design mit Serien-LED-Tagfahrlicht. Der Grund dafür ist eine umfassende Erneuerung samt Aufwertung in technischer und ausstattungsseitiger Hinsicht.

1.5 dCi als absoluter Sparstar

Wie bereits berichtet, steht der Qashqai II auf der neuen modularen CMF*-Plattform des Renault/Nissan-Konzerns. Das Längen- und Breitenwachstum ist geringfügig – mit plus 47 respektive 15 Millimeter (4.377 bzw. 1.806 Millimeter). Und um elf Millimeter ist er niedriger geworden (1.590 Millimeter). Das Basiskofferraumvolumen beträgt nun 430 Liter (elf mehr als bisher). An Gewicht abgenommen hat er bis zu 90 Kilogramm (er wiegt nun ab 1.318 Kilogramm).

An Motorisierungen stellt Nissan zwei Benziner und zwei Diesel zur Auswahl. Erstere sind im Crossover neu: der aus der Renault-Kooperation stammende 1,2-Liter-Turbo mit 115 PS und ein 1,6-Liter-Turbo mit 150 PS (kommt ab Ende 2014). Die Selbstzünder sind ein 1.5 dCi mit 110 PS und ein 1.6 dCi mit 130 PS. Letzterer kann, als Einziger, mit Allradantrieb kombiniert werden. Oder mit der neu ausgelegten CVT-Automatik, die elektronisch sieben Schaltstufen simuliert. Ein absoluter Sparstar ist der 1.5 dCi: Er kann im Norm-Mixbetrieb mit 3,8 Liter Diesel pro 100 Kilometer auskommen, emittiert dabei nur 99 Gramm CO2 pro Kilometer.

Auf weltweit 2.700 Stück limitierte Premier Edition

An Sicherheits- und Assistenztechnologie (teils serienmäßig, teil optional) hat Nissan nebst feineren Materialien und aufgeräumter Innenausstattung alles in seinen Erfolgsträger gepackt, was ihn für das vollautomatisierte Fahren vorbereitet (ab 2020 sollen erste Modelle auf den Markt kommen): autonomer Bremsassistent, Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung, Spurhalte-, Totwinkel- sowie Fernlichtassistent, Bewegungserkennung, 360-GradMonitor mit Einparkhelfer plus die neueste Generation des Infotainment-Systems NissanConnect.

Auf den ersten Testrunden mit allen Startmotorisierungs- und Getriebeoptionen erwies sich der Qashqai der zweiten Generation seiner Vorschusslorbeeren glaubhaft würdig. Der 1.2 DIG-T ist ein munterer Begleiter, der für die geltenden Tempolimits mehr als nur ausreichend kräftig ist. Der 1.5 dCi liefert soliden und ausgezeichnet geräuschgedämmten Vortrieb. Im 1.6 dCi wirkt die Kombination mit dem CVT-Getriebe Xtronic sehr gelungen, mit deutlich minimalisiertem Gummibandeffekt. Last but not least: Die auf weltweit 2.700 Stück limitierte Premier Edition ist in Österreich bereits ausverkauft. Typisch …
*Common Module Family

Neu: Nissan Qashqai
Start & Preis. Markteinführung am 14./15. Februar, Benziner ab 20.990 €, Diesel ab 23.290 €.
Das Einstiegsmodell Visia hat: sechs Airbags, ESP, Berganfahrhilfe, CCT (Chassis Control Technology:
aktive Spurkontrolle, aktive Fahrkomfortregelung), CD/MP3-Radio, Bluetooth, Klimaanlage, Tempomat mit Tempobegrenzer, LED-Tagfahrlicht. Weiters: Acenta u. a. mit Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Einparkhilfe vorne und hinten, Sitzheizung vorne, Fahrassistenz-Paket (Fernlicht, Notbremsung, Verkehrszeichenerkennung, Spurhalten), Tekna u. a. mit Infotainment-System NissanConnect (Navigationssystem mit Touchscreen, 360-Grad-Around-View-Monitor), Teilledersitze, LED-Scheinwerfer, Frontscheibenheizung, 19-Zoll-Aluminiumräder. Prognostizierter Motorisierungsmix: 60 Prozent Diesel, 40 Prozent Benziner. Voraussichtlicher Anteil an Frontgetriebenen: 95 Prozent. Qashqai+2? Die Bis-zu-sieben-Sitze-Variante wird es nicht mehr geben.