Erstellt am 11. November 2013, 11:50

Erfolgsstory geht weiter. Nissan | Der neue Qashqai wurde in London präsentiert – die NÖN war live dabei! Ist das erste Nissan-Modell auf der gemeinsam mit Renault entwickelten CMF*-Plattform.

 |  NOEN
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Phantasie gezeigt hatte Nissan bei der Taufe seines Crossover-Modells Qashqai („Kaschkai“), der 2007 auszog, um als Pionier des Segments der kompakten Schrägheck-SUVs die Welt zu erobern. Der Name bezieht sich auf ein iranisches Nomaden-volk … Als weniger phantasievoll, aber dafür zeitlos entpuppte sich im Laufe der bisherigen sieben Modelljahre – mit einer zwischenzeitlichen Auffrischung und Einführung einer zusätzlichen +2-Variante (2010) – das Styling des Erfolgstypen, der bis dato rund zwei Millionen Käufer überzeugt hat (österreichweit ca. 25.000). Das tat er kraft seiner Dimensionen, seiner Zuverlässigkeit, seiner Ausstattung und seiner Fahrleistungen.

Dieser Überzeugungskraft soll die Fortsetzung folgen, mit der zweiten Generation, die in London auf der Showbühne stand: Diese zeigt auf der neuen modularen Plattform des Renault/Nissan-Konzerns einen selbstbewussteren Auftritt mit sportlich-dynamischem Design, unterstrichen von serienmäßigem LED-Tagfahrlicht. Gewachsen ist der Japaner made in Europa (Sunderland/England) dabei kaum, in der Länge sind es gerade einmal 49 Millimeter (4.379 Millimeter). Die um 15 Millimeter niedrigere Höhe lässt ihn gestreckter wirken. Mehr Raum ist dennoch im Interieur, der Kofferraum fasst um 20 Liter mehr (430 Liter). Allerdings wird es die Bis-zu-sieben-Sitze-Variante nicht mehr geben. Die Außen- ging mit einer Innenpolitur Hand in Hand. Resultat sind neue Sitze und neue Technik im Cockpit, mit unter anderem
einem TFT-Display zwischen Tacho und Drehzahlmesser.

Stichwort Technik. Dazu gehört der neue Einstiegsbenziner mit 1,2 Liter Hubraum und 115 PS. Mit dem größeren Ottomotor (1,6 Liter/150 PS) und den beiden Dieseln (1,5 Liter/110 PS, 1,6 Liter/130 PS (wahlweise mit Front- oder Allradantrieb) steht die Antriebspalette im Zeichen des Downsizings und der verfeinerten Verbrauchs- sowie Emissionskultur. Der kleinere Selbstzünder kommt mit 3,8 Litern pro 100 Kilometer aus, emittiert 99 Gramm CO2 pro Kilometer. Für den stärkeren Diesel offeriert Nissan eine überarbeitete Xtronic-CVT-Automatik, die eine Wandlerautomatik simuliert und für sportlicheren Touch sorgt, ebenso wie die neue Lenkung mit zwei Modi: einem kernigen für Landstraße und Autobahn, einem extra leichtgängigen für die Stadt.

Einer der Schwerpunkte bei der Qashqai-Erneuerung lag auf der Sicherheit. Carlos Ghosn, CEO Renault-Nissan, der die Premiere der neuen Generation höchstpersönlich übernommen hat, will bis 2020 vollautonom fahrende Modelle anbieten. Die Wegbereitung dazu übernehmen Systeme wie der Nissan „Safety Shield“ (Sicherheitsschild) mit radar- sowie kameragestützten Assistenten fürs Notbremsen, Spurhalten, Totwinkelwarnen, Fernlicht, Einparken etc. Dazu kommen eine 360-Grad-Kamera und ein Bewegungsmelder. An elektronischen Fahrhilfen gibt es außer der Standardausrüstung (ESP und Co.) noch: aktive Motorbremse, Spurkontrolle und Wankausgleich. Verknüpft sind all diese Funktionen mit dem neuen Infotainment-System „Nissan Connect“, das internet-basierte Informationen und Services bietet.  *Common Module Family

Neu: Nissan Qashqai
Start & Preis. Ab Februar 2014, bestellbar ab Mitte November. Die Preise stehen noch nicht fest (werden sich vermutlich im Rahmen des aktuellen Modells bewegen – derzeitiger Einstieg knapp über 20.000 e). Voraussichtlicher Anteil an Frontgetriebenen: 95 Prozent.