Erstellt am 08. April 2013, 09:26

Erlaubt ist, was gefällt. Renault | Mit dem Captur haben die Franzosen ein neues Argument im boomenden Segment der kleinen Kompakt-SUVs. Vorbildlich sauber: ab 95 Gramm CO2 pro Kilometer.

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Von Beatrix Keckeis-Hiller

Mittlerweile sollte sich herumgesprochen haben, dass aktuelle Sports Utility Vehicles dem Ruf als „Spritsäufer“ und „Emissionsschleudern“ nicht (mehr) entsprechen – doch oft werden diese Argumente nach wie vor aus dem Ärmel gezogen, ergänzt durch den Vorwurf unverhältnismäßiger Dimensionen sowie hohen Gewichts …

SUVs boomen, besonders im kompakten und subkompakten Segment. Wobei hier der Anspruch weniger auf Geländetauglichkeit liegt, als auf Allwegetauglichkeit, hoher Sitzposition und dem Wunsch, sich vom Mainstream abzuheben. Das eröffnet in einem Nischensegment neue Nischen. Ein Beispiel ist der neue Captur, den Renault als „Urban Crossover“ platziert. Auf einer kompakten Basis (Clio IV) finden sich drei Autowelten (sportlicher SUV, komfortabler Van und agile Limousine).

Das mit einer alles andere als zurückhaltenden Optik. Er trägt das neue Familiengesicht (siehe Clio IV), eingebettet in Offroad-typische Akzente: Hochbeinigkeit (200 Millimeter Bodenfreiheit), Breitspurigkeit, optische Robustheit, garniert mit zweifärbiger Lackierung, basierend auf kräftigem Orange und knalligem Türkis, kombiniert mit Elfenbein oder Schwarz. Kontrastierende Akzente setzen sich im Interieur fort, basierend auf den Grundtönungen hell oder dunkel steht Dekor in Orange, Türkis und Hellgrün zur Auswahl – nach dem Motto: Erlaubt ist, was gefällt.
Renault hat den Fünftürer auch praktisch angelegt. Im Cockpit ist eine geräumige Schublade (11 Liter) anstelle eines Handschuhfachs auffallendstes Element, die Fondbank ist in Längsrichtung verschiebbar (um 16 Zentimeter), der doppelte wendbare Ladeboden ist in verschiedenen Höhen justierbar, die Fondlehnen sind klappbar. Das Laderaumvolumen reicht von 377 bis 1.235 Liter.

Zur Entkräftung der SUV-Polemik – Konsum, Emission, Gewicht, Größe – hat der Captur eine Reihe von Gegenargumenten parat.
Ad Konsum und Emission: kleine Turboaggregate: zwei Benziner (0,9-Liter-Dreizylinder mit 90 PS, 1,2-Liter-Vierzylinder mit 120 PS), ein Diesel (1,5 Liter mit 90 PS). Erwarteter Benzineranteil: 70 Prozent. Der kleinere Otto sowie der Selbstzünder haben ein manuelles Fünf-Gang-Schalt-, der 120-PS-Benziner ein sechsgängiges Doppelkupplungsgetriebe. Verbrauch: zwischen 3,6 und 5,4 Liter pro 100 Kilometer, CO2: zwischen 95 und 125 Gramm pro Kilometer.

Ad Gewicht: je nach Motorisierung zwischen 1.176 und 1.245 Kilogramm. Ad Größe: 4,12 Meter lang und 1,77 Meter breit.
Mit seiner markanten Optik und den auffallenden Farben macht der Franzose gute Laune. Die kompakte Dimension, die für herrschende Tempolimits ausreichende Leistung, das stimmige Zusammenspiel zwischen Fahrwerk, Lenkung und Bremsen machen ihn zum vielseitigen Begleiter in Dorf & Stadt, auf engen Berg- & weiten Landstraßen und auch auf der Autobahn.
Was der Captur an SUV-Typischem nicht bietet, das ist ein echtes Allradsystem. Es ist für den Fronttriebler, der in Spanien (Valladolid) gebaut wird und den Modus ersetzt, nicht vorgesehen. 2014 kommt eine Ver-
sion mit elektronischer Traktionsunterstützung.


Neu: Renault Captur
Start & Preis. Start am 6. Mai, ab sofort bestellbar – Benziner ab 16.500 €, Diesel ab 19.600 €. Serienmäßig beim Basismodell: vier Airbags, ESP, Antriebsschlupfregelung, Berganfahrhilfe, Tempomat mit Tempobegrenzer, Klimaanlage, CD/MP3-Radio, USB, Bluetooth, LED-Tagfahrlicht. 1.550 € Frühbucherbonus (für den 1.2 TC€ 90 Tonic) – bis 30. April!