Erstellt am 24. Februar 2014, 10:43

Es kann nur einen geben. Seat | Die Krönung für die viel gelobte Leon-Familie: Der spanische Kompaktsportler Leon Cupra ist bei uns in Österreich ausschließlich mit 280 PS zu haben.

Carrrrrramba! Seat bietet (in Kürze) zum ersten Mal ein Leon Sportcoupé als Cupra an. Der leistungsstärkste Serien-Seat hat neben einem mächtigen Antritt auch einen entsprechenden knackig-sportlichen Sound. Hörenswert!  |  NOEN, Seat
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Dem Auftrag der Sportlichkeit wird Seat gerecht. Der VW-Konzern hat ihn der spanischen Tochter gestellt – unter der Prämisse der Leistbarkeit. Jeder der Abkömmlinge aus Martorell (bei Barcelona) ist grundsätzlich günstig und sportlich, vom kleinsten, dem Mii, bis zum größten, dem Alhambra. Aushängeschild der Modellpalette ist der Leon, der Vertreter des kompakten Segments, der traditionell in einer „Cup Racing“-Version (kurz: Cupra) – an die Spitze der Baureihe gestellt wird.

Mit der neuen Generation, die bisher einen Fünftürer, einen Dreitürer (SC = SportCoupé) sowie – höchst erfolgreich – einen Kombi (ST = SportTourer) hervorgebracht hat, war es nun auch Zeit für einen neuen Topsportler. Der wird von Seat grundsätzlich in zwei Leistungsstufen konfiguriert: Wie schon beim Vorgänger, mit 265 PS, und, neu (mit Chip), mit 280 PS. Allerdings: Nach Österreich kommt nur Zweiterer. Der Importeur ist der Meinung, dass es bei uns „nur einen geben kann – nämlich den Stärksten“!

In 5,8 Sekunden auf Tempo 100

Der Antrieb des Cupra stammt (logischerweise) aus dem VW-Konzern. Er ist ein an sich bereits gut bekannter, aber ein von Grund auf neu bearbeiteter: 2.0 TSI – ein Vierzylinderbenziner mit Turbo und Direkteinspritzung. Seine Spitzenleistung liefert er ab 5.700 Umdrehungen, sein Drehmomentmaximum von 350 Newtonmetern steht ab 1.700 Touren an. Damit kann er in 5,8 Sekunden auf Tempo 100 sprinten, wenn die Gänge über das serienmäßige Schaltgetriebe gewechselt werden, noch um eine weitere Zehntelsekunde schneller ist mit dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe machbar (DSG, jeweils sechs Gänge).

Zur starken Leistung, die mittels dreier Fahrprogramme – Comfort, Sport und Cupra – per Knopfdruck abstimmbar ist und einem Gewicht von ab 1.375 Kilogramm liefert Seat ein eigens komponiertes serienmäßiges Technikprogramm mit: Das beginnt bei einer Tieferlegung um 25 Millimeter (gegenüber dem „normalen“ Leon), geht weiter mit adaptivem Sportfahrwerk (DCC) und endet noch nicht bei einer Progressivlenkung.
x  |  NOEN, Seat


Dazu kommt das um die Funktion einer elektronischen Vorderachsdifferenzialsperre erweiterte Stabilitätsprogramm ESC (inklusive Antriebsschlupfregelung). Damit sollen bei drohendem Haftungsverlust die (angetriebenen) Vorderräder im Zaum gehalten werden. Im Sinne der forcierten Sportlichkeit und damit Rennstreckentauglichkeit ist das ESC in zwei Stufen komplett abschaltbar. Nur im alleräußersten Notfall reaktiviert es sich.

Seat öffnete sein Werk in Martorell

Für eine erste Kostprobe seines Dynamikkönnens öffnete das Seat-Werk in Martorell seinen Parkplatz und stellte eine Reihe von 280-PS-Cupras zur Verfügung. Vor der Haustür liegt ein artgerechtes Programm an kurvigen Landstraßen. Und eine kleine, aber feine Rennstrecke befindet sich in unmittelbarer Nähe. So konnte der Leon sowohl auf öffentlichen als auch auf gesperrtem Kurs (von Castelloli) zeigen, was in ihm steckt: leichtfüßige Agilität, präzise Manövrierbarkeit und beeindruckende Kraftentfaltung. Was am aufregendsten mit dem Doppelkupplungsgetriebe rüberkommt.

Vor seinem Start im April feiert der Seat seine Publikumspremiere auf dem Autosalon in Genf (6. bis 16. März). Vor noch größerer Fan-Gemeinde wird er im Rahmen des GTI-Treffens, sprich der „Wörther See-Tour 2014“ auftreten (28. bis 31. Mai, in Reifnitz, Kärnten).

Neu: Seat Leon Cupra

Markteinführung im April, ab 34.576 € (mit „NoVA neu“).
Serienmäßig an Bord: sechs Airbags, ESC (Stabilitätsprogramm, abschaltbar), DCC (adaptive Fahrwerksregelung), Vorderachsdifferenzialsperre, Sportfahrwerk, Fahrwerkstieferlegung (um 25 Millimeter), Progressivlenkung, Zweizonen-Klimaautomatik, Voll-LED-Scheinwerfer inklusive LED-Tagfahrlicht, Sportsitze, 19-Zoll-Aluminiumräder.
Prognostizierter Anteil am Leon-Gesamtvolumen: rund fünf Prozent. Erwarteter DSG-Anteil: 70 Prozent.
Die wichtigsten Mitbewerber: Renault Megane RS, Opel Astra OPC und Ford Focus ST.