Erstellt am 17. April 2013, 11:56

Europäischer Automarkt schrumpft im März erneut. Die Verbraucher in Europa haben einmal mehr einen großen Bogen um die Autohäuser gemacht. Im März fielen die Neuzulassungen in der Europäischen Union um 10,2 Prozent auf 1,3 Millionen Pkw, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Mittwoch mitteilte. Es war bereits der 18. Rückgang in Folge.

Zwischen Jänner und März wurden knapp drei Millionen Neuwagen verkauft - 9,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Einziger Lichtblick für die Autobauer war Großbritannien - hier stiegen die Neuzulassungen im März um 5,9 Prozent auf fast 395.000. In den anderen großen Märkten wurden hingegen jeweils zweistellige Absatzrückgänge verbucht - so fiel die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland um 17,1 Prozent auf gut 280.000 Fahrzeuge.

In Österreich belief sich das Minus im März im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 18,1 Prozent, in den ersten drei Monaten des Jahres summierte sich der Rückgang auf 9,8 Prozent, der Absatz fiel im Quartal von 88.764 Fahrzeugen auf 80.024 Fahrzeuge.

Im Vorjahr sank der Fahrzeughandel in Österreich um vier Prozent, für heuer wird ein Minus von vier bis fünf Prozent erwartet, rechnete die Bank Austria am Mittwoch vor. Dabei hatte der Fahrzeughandel noch im Jänner bei der Vienna Autoshow zufrieden auf 2012 und verhalten optimistisch auf heuer geblickt - und dies in einer aktuellen Umfrage nochmals bestätigt. Umso überraschender ist der Blick in die Händlerstatistik: 227 Händler und Werkstätten gingen 2012 in Insolvenz, ein Rekordwert.