Erstellt am 09. Dezember 2013, 12:37

Fahrrad oder Zimmerpflanze. Honda | Der neue Civic Tourer ist stimmig, sportlich – und mit seinen Laderaumdimensionen setzt er sich an die Spitze des Segments!

Premiere: Der Civic Tourer ist das erste Serienfahrzeug, in dem (hinten) das adaptive Dämpfer- system (ADS) zum Einsatz kommt.  |  NOEN, Foto: Honda
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Ein Viertel aller in Österreich neu zugelassenen Autos gehört dem (volumenstärksten) Segment der Kompakten an. Stark vertreten sind Fünftürer und Kombis, mit mehr als 80 Prozent Anteil. Ladermodelle sind sehr beliebt und werden es auch künftig sein. Das ist nicht nur in Österreich so – und das war für Honda Motivation genug, nach langer Pause das C-Segment wieder mit einem Kombi anzureichern. Kandidat dafür ist der Civic, der in seiner mittlerweile neunten Generation seit knapp zwei Jahren auf dem Markt ist.
x  |  NOEN, Foto: Honda
Analog zum Mittelklassemodell Accord hat der kompakte Lader ebenfalls den Zunamen Tourer zugesprochen bekommen. Zu sagen, man hätte ihm in Swindon (England), wo der Civic entwickelt wurde und gebaut wird, einen Rucksack an den Leib geschneidert, wäre geradezu schnöde. Es wurde ihm ab der B-Säule in stimmig-sportlichem Schwung die Karosserie lang gezogen – um 235 Millimeter (Gesamtlänge 4,535 Meter). Das ergibt ein charakterstarkes Heck mit breiter, weit aufschwingender Klappe. Nicht nur das: Im Sinne hoher Rückenfreundlichkeit ist die Ladekante gegenüber dem Fünftürer um 137 Millimeter abgesenkt, sie misst tiefe 565 statt 702 Millimeter. Das ist nicht das Einzige, womit der Civic Tourer im Segment der Kompaktkombis einen neuen Maßstab setzt. Er tut das ebenso mit seinem Laderaum – dieser fasst 624 bis 1.668 Liter (der Tank befindet sich übrigens unter den Vordersitzen).

Damit beansprucht Honda die Führerschaft in dieser Klasse! Im Vergleich zum bisher Führenden, dem Skoda Octavia Combi, ist zwar der Topwert (die knapp 1.700 Liter) etwas niedriger, doch ist der Tscheche auch mit 4,659 Metern um 124 Millimeter länger und hat nicht das geräumige 117-Liter-Fach im Ladeboden, in dem der englische Japaner zwei Flugkabinen-Trolleys locker unterbringen kann. Abgesehen von der kompletten Flachlegemöglichkeit der Fondbank offeriert der LadeCivic auch noch die Kinosessel im Fond (Magic Seats, die Sitzflächen können hochgeklappt werden). Eine Option, etwa ein Fahrrad oder auch eine Zimmerpflanze in der zweiten Reihe stehend zu transportieren.

Angesichts dieser Raumopulenz und -variabilität hat Honda für unterschiedliche Beladungszustände vorgesorgt, in Form eines adaptiven Dämpfersystems (ab Lifestyle). Drei Modi (Comfort, Normal, Sport) können per Tastendruck vorgewählt werden. Grundsätzlich ist der ab 1.355 Kilogramm schwere Civic Tourer mit modifiziertem Fahrwerk sowie Lenkung und einer 50:50-Gewichtsverteilung sportlich abgestimmt. Im Sportmodus wird er zum Kurvenräuber, vor allem in Kombination mit dem drehmomentstarken 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS. Der glänzt dazu mit Verbrauchs- und Emissionsbestwerten: ab 3,8 Liter pro 100 Kilometer, ab 99 Gramm CO2 pro Kilometer. Einzige Alternative zum Selbstzünder: der 1,8-Liter-Benziner mit 142 PS (auch mit einer Automatik zu haben).

Neu: Honda Civic Tourer
Start & Preis. Ab 25. Jänner. Diesel
ab 21.990 €, Benziner ab 23.780 €. Das Einstiegsmodell S hat: sechs Airbags, elektronisches Stabilitätsprogramm, Berganfahrhilfe, Klima-anlage, LED-Tagfahrlicht, Reifendruckkontrolle, 16-Zoll-Aluräder.
Weiters: Comfort (Klimaautomatik, CD/MP3-Radio, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Eco Assist), Sport (Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Bluetooth, Lederlenkrad, Rückfahrkamera), Lifestyle (Premium-Soundsystem, Sitzheizung vorne, Parksensoren vorne und hinten, adaptives Dämpfersystem), Executive (Ledermöblierung, schlüsselloser Zugang & Start, Xenonlicht, Fernlichtassistent).
Voraussichtliche Civic-Gesamtverkaufszahl 2014 österreichweit: 1.000 Fahrzeuge – davon 400 bis 450 Tourer. Dieselanteil für den Kombi: 65 Prozent.