Erstellt am 07. Oktober 2013, 11:00

Familiärer Allrounder. Suzuki | Vom Klein-SUV zum Allround-Crossover hat sich der SX4 als S-Cross gewandelt. Er schafft den Spagat zwischen Kombi und Geländegänger.

 |  NOEN, Suzuki
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Suzuki steht am Start einer Modelloffensive. Jährlich sollen bis 2016 im A-, B- und C-Segment neue Fahrzeuge auf den Markt kommen. Als ersten (kompakten) Botschafter schicken die Japaner jetzt den neuen SX4 auf den dicht besetzten Markt der Kompakt-SUVs. Er basiert auf dem Konzeptfahrzeug S-Cross, das auf dem Genfer Autosalon im März zu sehen war – und er trägt dessen Arbeitstitel als Typenbezeichnung, denn das bisherige Modell wird zumindest noch bis Ende 2014 lang weiterhin angeboten.

Als S-Cross hat der SX4 eine neue Aufgabe: Den Spagat zwischen Kombi und Geländegänger zu schaffen, sich als familientransporttauglicher Allrounder zu etablieren. Dafür haben ihm die Suzuki-Entwickler Wachstum verordnet: Er ist jetzt mit immer noch kompakten 4,30 Metern um 15 Zentimeter länger als der Vorgänger. Der Radstand ist um zehn Zentimeter länger und misst nun 2,60 Meter. Dafür ist er etwas niedriger, mit 1,58 Metern (vorher: 1,61 Meter). Das ergibt mehr Lebensraum für Passagiere und mehr Stauraum für Gepäck. Das Kofferabteil fasst 430 Liter, durch Umlegen der Fondlehnen kann es auf 1.269 Liter erweitert werden.

War bei der Außenhaut Größenwachstum angesagt, so steht das Motorenangebot eher im Zeichen der Reduktion. Es stehen zwei überarbeitete Aggregate zur Auswahl: ein Diesel und ein Benziner – beide mit 1,6 Liter Hubraum, beide mit 120 PS Leistung. Während der Ottomotor mit einem Drehmoment-maximum von 156 Newtonmeter auskommen muss, verfügt der Selbstzünder über 320 Newtonmeter. Der Benziner ist mit manuellem Fünf-Gang-, der Diesel mit Sechs-Gang-Schaltgetrieben zusammengespannt. Für Ersteren besteht die Option auf ein stufenloses CVT-Getriebe (mit siebenstufigem manuellem Modus), ab 2015 wird es den Diesel auch mit einer Automatik geben. Antriebsseitig besteht die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb.

Für den SX4 S-Cross hat Suzuki ein neues 4x4-System namens Allgrip konstruiert. Es teilt via Haldex-Kupplung im Falle von Schlupf an der Vorderachse auch den Hinterrädern Antriebskräfte zu – es greift dabei nicht nur in den Antriebsstrang, sondern auch in die Motorsteuerung ein. Außer dem automatischen Modus stehen drei weitere zur Verfügung: Snow, Sport und Lock. Damit ist er fit für trockenen Asphalt und rutschige oder auch unbefestigte Straßen. Dank günstigerem Strömungswiderstand (cW-Wert: 0,33) und bis zu 60 Kilogramm weniger Gewicht aufgrund von Detailoptimierungen verspricht Suzuki Verbrauchswerte zwischen 4,2 und 5,9 Liter pro 100 Kilometer. Die CO2-Emissionen liegen in einer Bandbreite von 110 bis 130 Gramm pro Kilometer an.

In der Praxis erfordert der Benziner bei engagierter Gangart, die das Fahrwerk spielend verdaut, erwartungsgemäß fleißige Schaltarbeit. Die saftigere Antrittstärke des Selbstzünders hat mit seinem höheren Drehmoment zu tun und nicht mit der Tatsache, dass dieser Japaner ungarisches Blut in seinen Adern hat: Er wird nämlich in Esztergom, im Werk von Magyar Suzuki, gebaut.

Neu: Suzuki SX4 S-Cross
Start & Preis. Ab sofort erhältlich. Benziner ab 19.490 €, mit Allrad ab 23.990 €; Diesel ab 21.990 €, mit Allrad ab 26.190 €. Das Einstiegsmodell Clear hat: sieben Airbags, ESP, Traktionskontrolle, Berganfahrassistent, Tempomat, Start/Stopp-System (ausgenommen: CVT-Getriebe), Reifendruckkontrolle, Klimaanlage, CD/MP3-Player, USB-Schnittstelle. Weiters: Shine (schlüsselloser Zugang & Start, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Bluetooth, Lederlenkrad, 16-Zoll-Aluräder), Flash (6,1-Zoll-Touchscreen mit Navigationssystem, zweiteiliges Glashub-/Schiebedach, LED-Tagfahrlicht, Teillederpolsterung, Parksensoren, 17-Zoll-Aluräder). Absatzprognose 2014 österreichweit: 3.000 bis 3.500 Fahrzeuge. Prognostizierter Motorenmix: 60 Prozent Diesel, 40 Prozent Benziner.