Erstellt am 20. Juli 2015, 09:42

von Franz Farkas

Gezielte Evolution beim Fiat 500. Retrodesign hin oder her – die Turiner haben ihr Kultauto, den 500er, aufgefrischt. Wir meinen: Bella Italia!

Der neue 500er sieht aus wie sein Vorgänger - Veränderungen gibt es aber dennoch zur Genüge. Die Erfolgsstory des italienischen Kleinwagens wird weitergehen. In der Länge wuchs das Auto minimal - um 25 Millimeter (auf 3.571 Millimeter).  |  NOEN, Fiat
Die Fans des Cinquecentos können aufatmen! Ihre Ikone ist nicht verwässert worden, wie es im Vorfeld der Neuvorstellung befürchtet wurde. Allerdings wurde der Fiat umfassend überarbeitet: Fast 2.000 Neuteile hat der Viersitzer im Zuge der Generalsanierung bekommen – und das ist mehr als „nur“ ein Facelift …

Unverwechselbares Design beibehalten

Äußerlich war wenig Spielraum, denn das unverwechselbare Design (sowohl für die Limousine als auch für das Ca-brio) musste unbedingt erhalten bleiben. Es gibt nun mehr Chrom an der Front, die mit zwei anstatt einer Zierleiste glänzen darf, größere Tagfahrleuchten und neue, teilweise mit LED ausgestattete Scheinwerfer, die markanter in die Gegend schauen. Dazu kommen noch Heckleuchten, die ebenfalls ausgeprägter sind. Außerdem: zwei neue Farben – Corallo Red und Opera Burgundy.



Im Innenraum fällt sofort der fest integrierte Bildschirm auf (fünf Zoll groß, auf Wunsch gibt es auch einen Sieben-Zoll-TFT-Monitor). Mit einem U Connect genannten Infotainmentsystem, in das das Smartphone inte-griert werden kann. Dies gilt allerdings nicht für das Navigationssystem, es ist fix im Auto installiert und wurde zusammen mit TomTom entwickelt.

Das ist auch gut so, denn damit ist eine absolute Zuverlässigkeit beim Navigieren garantiert. Fein: Schon in der Basisversion ist ein Multifunktionslenkrad mit Tastensteuerung. Ebenfalls fein: neue Sitze, die wesentlich mehr Seitenhalt bieten.

Motorisch bleibt alles beim Alten

Motorisch bleibt vorerst alles beim Alten. Das heißt: ein TwinAir-Zweizylinder mit 0,9 Liter Hubraum und 85 bzw. 102 PS sowie ein Vierzylinder mit 1,2 Liter Hubraum und 69 PS. Obwohl der Zweizylinder die technisch elegantere Lösung gerade für den 500er (dessen Ur- Version ebenfalls einen Parallel-Zweizylinder hatte) ist, greifen die meisten Kunden zum Vierzylinder.

Er erfreut zwar nicht mit dem typischen Knurren, ist vor allem aber im unteren Drehzahlbereich laufruhiger. Auch die Leistung ist durchaus ausreichend. Im nächsten Jahr werden noch ein 96 PS starker 1,3-Liter-Dieselmotor und ein besonders sparsamer 1,2-Liter-Vierzylinder (Eco) nachgereicht. Dann heißt es: ab 89 Gramm CO2 pro Kilometer. Alle Motoren erfüllen übrigens die strenge Emissionsnorm Euro 6. Umweltverträgliche Mobilität!

Im Rahmen des Facelifts wurde auch das Fahrwerk überarbeitet, allerdings hoppelt der Italiener noch immer gerne über größere Querfugen. Das ist aber ein Effekt, der dem geringen Radstand (2.300 Millimeter) geschuldet ist. Dafür ist die Wendigkeit im Stadtverkehr ausgezeichnet (Wendekreis 9,3 Meter) – hier kann wohl nur noch der brandneue Renault Twingo mithalten.

Neu: Fiat 500

Start & Preis. Ausgeliefert wird der neue 500er seit dem 18. Juli. Aktion: Wer sich binnen 500 Stunden seit dem Start zum Kauf entscheidet, der bekommt einen Bonus von 500 € auf den Kaufpreis.

Die Preise: Limousine ab 12.650 €, Cabrio ab 15.450 €. Drei Ausstattungsversionen sind im Programm: Pop (sieben Airbags, Fahrstabilitätsprogramm, Berganfahrhilfe), Pop Star (Klimaanlage) und Lounge (Pa-noramaglasdach, 15-Zoll-Leichtmetallräder, Bluetooth).

Zudem gibt es viele Individualisierungsmöglichkeiten – 13 Karosseriefarben, zehn Farbkombinationen für den Innenraum …